Der NABU fordert……

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Der NABU fordert……

oder

Get your facts first, and then you can distort them as you please.

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Der NABU. Sozusagen der vom Staat üppig geförderte Forderverein. Man fordert. Zwanghaft. Die letzte Meldung in diesem Zusammenhang: „NABU fordert ultimativ den Schutz des Feldhamsters.“ Warum auch nicht? Das kostet schließlich nichts. Zumindest den nicht, der mal eben fordert. Dass der Feldhamster längst geschützt ist, wen juckt´s? Dass der Schutz nichts gebracht hat (wie auch?), wen juckt´s? Dass der Grund für sein Verschwinden vor allem auch z. B. darauf zurückzuführen ist, dass die Vermaisung der Bundesrepublik ihm den Lebensraum vernichtet – wen juckt´s? Vor allem juckt´s einen dann nicht, wenn man selbst bzw. seine Mitstreiter im Geiste der Verursacher dieser Vermaisung ist.

Ähnlich ist es mit der Kanadagans, einem weiteren Totemtier der Spendenpäpste. Da giftet die so überaus fachlich beschlagene Birgit Königs, ihres Zeichens NRW- Sprecherin des NABU, die geschädigten und völlig genervten Bauern und sonstigen Grünflächeneigentümer an, dass man die Gänsescheiße auf den kahlgefressenen Flächen mit einem „vernünftigen Gänsemanagement“ vermeiden könnte. Wie das „Management“ aussehen könnte, erläutert sie gleich darauf der staunenden Öffentlichkeit: „Man verscheucht sie, zum Beispiel mit Jägern, die mit ihren Hunden die Flächen aufsuchen und ganz gezielt auch mal eine Gans abschießen.“(Westfälische Rundschau v. 18.07.2015)

Man steht erschauernd vor so viel Sachverstand. Es kann einem aber auch die Plomben aus den Zähnen schlagen vor so viel Dreistigkeit, je nachdem, von welcher Warte aus man solche Ergüsse betrachtet. Fest steht: Die Dame und ihre Mitfunktionäre sind mittlerweile derart abgehoben und gottgleich in ihrem Selbstverständnis, dass ein noch denkfähiger Mitteleuropäer völlig sprachlos dasteht. Die sind allen Ernstes der Meinung, dass die Jäger, die sie bei jeder Gelegenheit mit sämtlichen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln angiften, verleumden und mit all ihrer Medienpräsenz bis aufs Blut bekämpfen, auf ein gnädiges Fingerschnipsen der guten Frau Königs eilfertig Hund und Flinte einpacken, schnell zur befohlenen Wiese fahren, eine Gans füsilieren, sie dann Frau Königs zur Begutachtung vorlegen, einen Diener machen, stramm stehen und auf weitere Befehle und Anordnungen warten. Whow.

Masters of the universe

Als die Finanzmanager vor dem großen Crash von 2008 ihre Milliarden scheffelten und scheinbar die Welt beherrschten, nannten die sich ungeniert und voller Überzeugung die „masters of the universe“. Was sie damals auch waren: Völlig ungestört von Politik und Öffentlichkeit, ohne jegliche Kontrolle und außer Rand und Band fuhren die mit irrsinnigen, volkswirtschaftlich völlig sinnlosen Deals die gesamte Weltwirtschaft an die Wand. (Auf den gescheffelten Milliarden und Abermilliarden sitzen sie übrigens heute noch.) Im Bereich Umwelt, Natur und grüner Politik sind Sticht, Tumbrinck, Königs & Co schon seit Jahren der Meinung, dass sie das ebenfalls sind: Masters of the universe. Ebenfalls völlig ungestört von Politik und Öffentlichkeit und völlig außer Kontrolle, mit breiter Unterstützung der Medien 1), fahren sie gerade die Umwelt und, noch schlimmer, den gesellschaftlichen Konsens in diesem schönen Land an die Wand:

Verspargelte Landschaften, Vermaisung der Republik, krampfhafte Konservierung „natürlicher Lebensräume“ (= Ausschaltung der Sukzession), völlig kontraproduktive „Schutzmaßnahmen“ (Seehunde) und hirnrissige, rein ideologisch motivierte Einschränkungen der Jagd zum Schaden wirklich bedrohter Tierarten, die im Gegensatz zum Feldhamster noch zu retten wären wie z. B. die Großtrappe, unsere Wiesenbrüter, das Niederwild an sich.

Von solchen Auswüchsen wie Oostvardersplassen, der flächigen Vernichtung der indonesischen Regenwälder für den Anbau des so „umweltfreundlichen“ Nawaros Palmöl will ich gar nicht reden. Gesellschaftlich brisant sind die andauernden schwerwiegenden Eingriffe in grundgesetzlich garantierte Eigentumsrechte anderer und das ebenso andauernde gezielte Gegeneinander- Ausspielen einzelner gesellschaftlicher Gruppierungen, vor allem solcher, die die eigenen Archimedes´schen Kreise stören könnten. Mit das Schädlichste aber ist die Implementierung ihres weltfremden Disney- Weltbildes in der breiten Öffentlichkeit, vor allem mit Hilfe der Medien, die das süßliche Gesülze mit vollem Einsatz verbreiten und, vor allem, auf Knopfdruck und jederzeit wüste Attacken gegen jedwelche unbotmäßige Kritik an ihren Idolen reiten.

Kurz: Es hat sich ein ausgeprägter Zynismus ausgebreitet, gepaart mit völliger Bedenkenlosigkeit. Vor allem in der Politik, und da ganz ausgeprägt bei den Grünen und ihren Fronttruppen, aber auch die Roten reihen sich mittlerweile willig ein. Man kann diese Stimmung folgendermaßen beschreiben:

Ohne Michel geht es nicht 

Du kannst dem deutschen Michel, diesem völlig vertrottelten, denkfaulen Mitläufer, jede Obstruktion, jede bewusste Schädigung der Volkswirtschaft, jeden völlig bedenkenlosen Opportunismus, noch die unverhohlenste Cliquenwirtschaft als nützlich und unbedingt nötig verkaufen, alles kein Problem in Deutschland. Du musst nur Deinen diesbezüglichen Bemühungen das Mäntelchen Umweltschutz umhängen und dann so laut wie nur möglich Alarm! schreien; eine Prise Betroffenheit rundet das Bild dann ab, gerechter Zorn tut´s aber auch; bebende Empörung und der Hinweis auf unwiederbringliche Zerstörung aber sind unabdingbar. Ganz wichtig ist, dass man jetzt noch laut, aufdringlich, völlig ohne Manieren und ultimativ fordernd auftritt.2) Keine Sorge, das ist nicht nachteilig, im Gegenteil: Vorauseilender Dispens ist einem sicher. Denn man meint´s ja nur gut. Natürlich. Vor allem verdeckt man mit lautstarker Chuzpe das fast immer völlige Fehlen belastbarer Fakten, man lenkt von haarsträubenden logischen Brüchen ab, von Unwahrheiten und Verdrehungen. Kurz: Man erspart seiner dankbaren Klientel und dem Bürger das unbequeme Selbst-denken-müssen.

Es stimmt schon, was Goethe in seinem Faust den Mephisto sagen lässt (eines meiner Lieblingszitate):

„Denn ein vollkomm´ner Widerspruch
bleibt gleich geheimnisvoll für Kluge wie für Toren.
Mein Freund, die Kunst ist alt und neu:
Es war die Art zu allen Zeiten,
durch drei und eins und eins und drei
Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.
So schwätzt und lehrt man ungestört,
wer will sich mit den Narr´n befassen?
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.“ 

Ein anderer denkender Mensch, der seine Mitmenschen nur allzu gut kannte, hat in diesem Zusammenhang mal gesagt: „Get your facts first, and then you can distort ‚em as you please.” („Mach´ dich vertraut mit den Fakten, dann kannst Du sie nach Belieben verdrehen.“ Mark Twain.) Für unsere professionellen Wahrheitsverdreher in Sachen Umwelt allerdings trifft das eigentlich nicht zu, denn, unfassbar, das, worüber sie lauthals schwadronieren, ist ihnen allenfalls rudimentär bekannt, und sogar das Wenige wird dann auch noch auf zwei, drei eingängige Schlagworte eingedampft.

Für die willigen Konsumenten dieser Märchen wiederum gilt sinngemäß die Forderung: “Get your facts too. And then you will see: You´re being screwed.” (Mach´ Dich ebenfalls mit den Fakten vertraut. Dann wirst Du schnell merken: Du wirst beschissen!“ Manfred Nolting.)

Merke: Informationen sind Holschulden. Das ist mühsam und erfordert Disziplin, erweitert aber den Horizont, schärft das eigene Profil und macht, vor allem, unabhängig von vorgekauten Heilslehren. Und zur Führung eines selbstbestimmten Lebens sind sie nun mal zwingende Voraussetzung. Es erfordert allerdings auch ein wenig Charakter, das Ganze, denn man macht sich nolens- volens unbeliebt bei den Aposteln der Meinungsdiktatur. Aber was ist die Alternative? Es gibt nur eine: Man bleibt Mitglied der Hammelherde, satt, behütet und fürsorglich geführt vom guten Hirten – nur eben irgendwann ganz sicher auch geschlachtet. Dazu hat Kant schon einiges gesagt, und nicht nur der.

Spontan würde ich deswegen jetzt sagen, da braucht niemand lange nachzudenken. Weit gefehlt. Dazu nämlich ist unsere Wohlstandsgesellschaft offensichtlich nicht bereit. Kritisch hinterfragen? Sich schlau machen? „Später vielleicht. Jetzt muss ich grillen…..“

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Kirchveischede, 18. Juli 2015

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Manfred Nolting

Ein Jagdmensch

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1) Ein anderer kritisch – unabhängiger Geist, Prof. Walter Krämer, hat zu einem anderen Thema, der beliebten Verdrehung statistischer Daten und Fakten, Folgendes geschrieben: „Es gibt ein Gentleman´s Agreement unserer Medien, dass im Dienst einer guten Sache die Wahrheit nicht so wichtig ist. …..Dieses Reklamieren einer „License to lie“ im Dienste eines subjektiven oder objektiven guten Zwecks kennt keine Parteigrenzen. …..Allenfalls nimmt es mit der Gewissheit zu, mit der sich die Datenkosmetiker im Besitz der absoluten Wahrheit wähnen. Wer sicher weiß, dass die Welt in zwanzig Jahren untergeht, wenn nicht dieses oder jenes geschieht, fühlt sich durch Konventionen wie Faktentreue und Sachlichkeit in seinem Rettungswerk oft sehr gehemmt.“ Das gilt, wie gerade wir Naturnutzer wie Land- und Forstwirte, Angler und Jäger wissen, nicht nur für die Statistik.

2) Machen Sie sich mal den Spaß und googeln Sie „NABU fordert“. Oder „BUND fordert“. Da hat man aber Bettlektüre…. 🙂   Vor allem eines fällt bei dieser Forderungs- Orgie auf: Sie fordern immer von anderen. Deren Geld, deren Verzicht, deren Eigentum. Ersatzlos, versteht sich, ohne jede Gegenleistung. Und nicht nur das: Man soll sich, frei nach Watzlawik, gefälligst auch noch gut dabei fühlen. Sie selbst allerdings sind ausgeprägt vom Stamme „Nimm“. Und dazu noch gemeinnützig…….

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3 Kommentare zu Der NABU fordert……

  1. kerstin reinhold sagt:

    super und weiter so … glg und wmh

  2. Lieber Manfred Nolting,
    Sie haben völlig recht, und Sie stehen nicht allein da bei Ihrem Bemühen, die höchst lukrativen Machenschaften der selbsternannten Öko-Volksverdummer anzuprangern – v. Bothmer in „JÄGER“, ich im Jagdrechtsblog, viele andere auch.
    Wirkung? Gleich Null! „Der Hund bellt und die Karawane zieht weiter“. Unter anderem deshalb, weil „die Politik“, will sagen, die Politiker, zu dumm oder zu denkfaul oder zu ideologisch oder zu populistisch sind, sich mal selbst ein Bild zu machen und aus dem Konsequenzen zu ziehen; s. die dummerhaften Aussagen unserer Umweltministerin zum Wolf.
    Helfen würde da nur mal ein richtiger Unfall, den es irgendwann mal mit dem Wolf geben wird (und der nicht gleich unter den Teppich gekehrt wird!). Und genau das können wir uns nun garnicht wünschen.
    Trotzdem: Keep on trucking!
    GuWH Wolfgang Lipps

  3. Manfred Nolting sagt:

    Guten Morgen, Dr. Lipps.

    Genauso ist es. Ich glaube aber nicht, dass es nur Dummheit, Denkfaulheit, Ideologie oder Populismus ist, was unsere Politiker so zum Unterlassen antreibt. Wobei ich beim Stichwort „Populismus“ da Abstriche mache. Ich befürchte eher, und das unterstelle ich schon lange, dass das Ganze System hat. Der Deal geht so: „Ihr, liebe Grüne (und damit NABU, BUND etc. etc.) lasst uns in Ruhe weiterhin Steuergelder und Posten verteilen, in der Wirtschafts- und Außenpolitik dilettieren. Dafür lassen wir Euch völlig freie Hand in Sachen bei Eurem Spielzeug Umwelt + Natur.“ Das Problem ist nur, dass die etablierte Politik sich dann hat einlullen lassen und die Salamitaktik der Umweltverbände nicht erkannt hat: Verbandsklagerecht, Gemeinnützigkeit, Durchdringung aller Stiftungsvorstände, Verbände, Redaktionen: Sie haben mittlerweile alles in der Hand. Man bekommt keinen Sandkasten für Kinder und Enkel mehr genehmigt ohne die gnädige Zustimmung irgendeines „Umweltbeauftragten“, von größeren Investitionsvorhaben mal ganz abgesehen. Das Verfahren ist immer das Gleiche: Klageerhebung, „freiwillige“ Spende für „Ausgleichsmaßnahmen“, Minimum 500.000 € (Verwendung natürlich von niemandem kontrolliert), Rücknahme der Klage, Genehmigung. Solche Spenden gehören mittlerweile als Kostenansatz von vornherein in jede diesbezügliche Kalkulation, hat man das Gefühl. Man kann das Erpressung, aber auch legalisierte Korruption nennen. Und wenn man dann noch weiß, dass 75 % der Spendeneinnahmen z. B. des NABU in Gehälter und Provisionen fließen, dann ist man schon beeindruckt über die Chuzpe dieser Leute; Das alles passiert völlig ungeniert vor den Augen von Politik und Öffentlichkeit. Es gibt aber noch Hoffnung: Es regt sich zunehmend Widerstand auch von bürgerlicher und liberaler Seite, so z. B. seit einiger Zeit auch von der TAZ. Lesenswert der Artikel von 2012! (http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2012/11/24/a0023) Allerdings: Auch der hat keine nennenswerten Auswirkungen gehabt bei unserer Politikerkaste und der übrigen Medienwelt; die schleichende Übernahme ist längst erfolgt. Aber wie haben Sie so schön gesagt: Keep on trucking. Das tun wir.

    Alles Gute und Weidmannsheil,

    Manfred Nolting
    Ein Jagdmensch

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