Dralllänge und Drallwinkel

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Drall- Länge, Drallwinkel und ihre Bedeutung im Jägeralltag

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Der Schuss aus einer Feuerwaffe, in unserem Fall einer Jagdwaffe, ist von so vielen voneinander abhängigen und jeweils vielfältig aufeinander einwirkenden physikalischen Vorgängen und Gesetzmäßigkeiten bestimmt, dass man, hat man sich mal näher mit dem Thema beschäftigt, sich wundert, dass das Ganze so verlässlich, präzise und wiederholbar funktioniert. Wenn man´s richtig macht, natürlich.

Das fängt an mit Arbeitsdrücken von bis zu ca. 4.500 bar während der Schussentwicklung im Büchsenlauf, immerhin das ca. 2.000- fache eines durchschnittlichen PKW- Reifens. Die werden bewirkt durch den kontrollierten Abbrand des Schießpulvers, das sich dabei umwandelt in Treibgase, deren Volumen unter Normaldruck das ca. 14.000- fache des ursprünglichen Pulvers betragen.

Jawohl, kontrollierter Abbrand. Denn im Lauf findet beileibe keine Explosion oder gar Detonation statt, wie man sich das laienhaft vorstellen könnte. Der Abbrand bei der Schussentwicklung nennt sich Deflagration (lat. für „Abbrand“) und bewirkt einen kontrolliert ansteigenden Druckaufbau, auch wenn das sehr schnell vonstattengeht. Geht diese Deflagration über in eine unkontrollierbare Detonation, das passiert ab und an z. B. durch Drucksprünge, verursacht durch fehlerhaft geladene Patronen, falsche Munition (die Verwechslung von 8 x 57 I, 0,319 inch, und 8 x 57 IS, 0,323 inch, ist hier der Klassiker!), durch verstopfte oder verdreckte Läufe, ist eine Waffensprengung unausweichlich. Zitat eines Standard- Werks über Explosivstoffe: „Es ist kein Material bekannt, das dem Detonationsstoß eines brisanten Sprengstoffes unmittelbar standhalten kann.“ Zitat Ende. Keine Abschwächung wie z. B. „unter Umständen“.

Das geht weiter mit der Querschnittsbelastung (QB), ein ballistischer Begriff, über den ich vor einiger Zeit hier schon einen Beitrag veröffentlicht habe. Die QB wird meiner Meinung nach von den Munitionsherstellern ziemlich stiefmütterlich behandelt; aber auch bei der Jägerausbildung wird sie oft übergangen. Dabei ist sie eine wichtige Kenngröße unserer Jagdmunition.

Daneben spielen natürlich auch noch andere Größen eine Rolle. Ich habe sie im Beitrag über die QB nicht erwähnt, weil ich wollte, dass das Ganze auch für Otto Normaljäger verständlich bleiben soll. Nach mehreren Anfragen will ich auf einen dieser Faktoren aber noch näher eingehen, weil er zusammen mit der QB einen wesentlichen Einfluss auf das Schussverhalten hat:

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Die Dralllänge (DL) des Laufs.

Die Dralllänge gibt die Strecke an, innerhalb der sich das Geschoss, in die Züge eingepresst, in der Beschleunigungsphase im Lauf einmal um die eigene Achse dreht. Die Dralllängen sind für die einzelnen Kaliber eigentlich standardmäßig festgelegt, siehe weiter unten. Meine Quelle ist dabei das DEVA- Wiederladerhandbuch, 5. aktuelle Auflage. Die DEVA gibt bei ihren Kaliberbeschreibungen Standard- Dralllängen an.

Es lohnt sich jedoch sehr bzw. es ist unbedingt anzuraten, beim Kauf einer Waffe nach der individuellen Dralllänge zu fragen. Man sollte sie sich sogar ausdrücklich angeben und bestätigen lassen bzw. spezifische Vorgaben machen, da viele Waffenhersteller in den letzten Jahren dazu übergegangen sind, für einige Kaliber Läufe mit verschiedenen Dralllängen herstellen zu lassen und zu verwenden. In aller Regel nämlich beziehen die „Waffenschmieden“ die Läufe, also die eigentliche Seele der von ihnen hergestellten Waffen, von einigen wenigen Spezial- Herstellern, den wirklichen Schmieden also. Diese Hersteller wiederum (bei Jagdwaffen meines Wissens mit weitem Abstand Walther, Rheinmetall eher für die Militärs, einige kleinere Spezial- Anbieter) arbeiten nach Vorgabe. Was heißt: Die Konfigurierer, so will ich sie mal nennen, machen die Vorgaben.

Wenn dann zwei Käufer je eine Waffe beim gleichen Hersteller im gleichen Kaliber bestellen, kann es passieren, dass den beiden zwar äußerlich absolut identische, aber dennoch deutlich unterschiedliche Waffen ausgeliefert werden, und zwar mit Läufen unterschiedlicher Dralllängen. In aller Regel wird nämlich versäumt, auf diese Tatsache hinzuweisen und dem Käufer die daraus resultierenden abweichenden Schusseigenschaften klar zu machen. Ich halte das für ein Problem, denn die praktischen Auswirkungen können gravierend sein, wie wir gleich sehen werden. Ich weiß nicht, warum das so gehandhabt wird; ein Grund könnte sein, dass man so dem abstrusen Bleifrei- Hype Rechnung tragen will.

Rechtlich ist das Ganze nicht zu beanstanden und zulässig, da Dralllängen als nicht sicherheitsrelevant eingestuft sind und damit in den amtlichen Maßtabellen nicht genannt werden (müssen). Die Waffe selbst ist in waffen- und sicherheitstechnischer Hinsicht auch völlig ok. Die möglichen auftretenden Probleme liegen lediglich in der Präzision der Waffe in dem vom jeweiligen Käufer angedachten und bezweckten Einsatz, dem manchmal die technische Ausstattung nicht entspricht. Die Waffe „schießt einfach nicht“, wie man das dann oftmals ratlos hört. Dem Gesetzgeber ist das – mit Recht – völlig egal, schließlich ist der Staat nicht dazu da, unsere täglichen Probleme zu lösen. Aber den Waffenherstellern oder Verkäufern sollte es nicht egal sein, und dementsprechend sollten die Kunden aufgeklärt werden darüber, was sie da eben für viel Geld käuflich erworben haben; eine Frage des Kundendienstes. Es ist nach meiner Erfahrung auch nie böser Wille. Aber es ist eben fahrlässig im Sinne des Käufers / Jägers.

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Grundlagen

Es gilt die grobe Faustformel:

Je geringer die Dralllänge (oder je steiler der Drallwinkel), desto besser werden schwere Geschosse (= hohe Querschnittsbelastung!) stabilisiert. Sie rotieren im Verhältnis zu ihrer geringeren Fluggeschwindigkeit gegenüber leichten Geschossen schneller, einfach gesagt. Je schneller ein Geschoss sich um die eigene Längsachse dreht, desto richtungsstabiler ist es. Das ist gerade bei schweren und damit längeren Geschossen wichtig. Geschosse sind, sobald sie den Lauf verlassen haben, verschiedenen Kräften ausgesetzt; die wichtigste für uns ist der Luftwiderstand. Dem bieten schwere und damit lange Geschosse auf Grund ihrer größeren Oberfläche natürlich größere Angriffsflächen als leichte und damit vergleichsweise kurze Projektile. Ein weiterer Grund: Bei den gängigen Geschossen 1) liegt der Schwerpunkt in der hinteren Hälfte des Geschosskörpers (Spitz-, Ogivalform). Vereinfacht ausgedrückt verfügt der Luftwiderstand damit über einen größeren Hebel, um die Geschoss- Achse aus der Zielrichtung zu drücken. Bei einem rotationslosen Langgeschoss z. B. würde das umgehend in einem haltlosen und unkontrollierten Überschlagen während des Fluges enden. An verlässliche Präzision ist dabei überhaupt nicht zu denken.

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Historische Entwicklung

Früher war man sich des Problems nicht bewusst. Die ersten Läufe von Handfeuerwaffen waren einfach denen der Kanonen, Kartausen, Feldschlangen und wie sie alle hießen nachgebaut: Glattrohre. Und man verschoss daraus Rundkugeln, genau wie aus Kanonen, aus Handfeuerwaffen allerdings aus Blei statt, wie bei alten Kanonen, aus Eisen, noch früher sogar aus Stein. Man hatte schnell herausgefunden, dass Rundgeschosse aus den glatten Läufen einfach die beste Lösung darstellten: Kugeln brauchen keinen Drall, weil die Präzessionskräfte z. B. hier vernachlässigbar sind. Allerdings waren diese Waffen auch weit unpräziser, schon auf Distanzen jenseits von 30 Metern streuten sie nach heutigen Begriffen katastrophal. Das wurde aber damals nicht als Problem empfunden, denn die ersten Hand- Kurzfeuerwaffen (Pistolen) wurden ausschließlich im Nahkampf eingesetzt. Selbst Duelle wurden auf der Distanz von ca. 20 Metern ausgetragen, und mit dem hier Vorgetragenen erklärt sich auch, warum viele Duelle damals tatsächlich schadlos ausgingen für die Kombattanten; aber mit dem erfolgten Schusswechsel galt der Streit als ehrenhaft beigelegt. Bei Musketen, also Hand- Langfeuerwaffen, war die Treffsicherheit zwar besser, aber auch nicht von ausschlaggebender Bedeutung: Man feuerte salvenweise, und das Ergebnis war aus Gründen der damaligen Taktik verheerend: Ein geschlossene Salve auf 100 Meter, mit Bleibatzen von bis zu 50 Gramm Gewicht in dicht geschlossene Reihen geschossen, hatte verheerende Wirkung, wie man sich leicht vorstellen kann.

Das änderte sich in der Neuzeit. Vor allem die Revolutionskriege nach 1789 bewirkten, dass auch von militärischer Seite höhere Präzision gefordert wurde, und zwar vor allem durch die von den Franzosen in den Revolutionskriegen entwickelte neue Taktik der aufgelösten Schlachtordnung. Die Franzosen standen damals allein einer Allianz aller Monarchien Europas gegenüber. Sie waren also gezwungen, Antworten zu finden auf brachiale Übermacht, und sie fanden sie: Sie machten sich die damals übliche starre Schlachtordnung zunutze. Die Revolutions- Generale verteilten ihre Einheiten, ließen aufgelöste Verbände unter weitgehend selbständiger Führung von Frontoffizieren bilden, ließen sie Geländeprofile ausnutzen, schießen, zurückziehen, laden, umgruppieren, wieder angreifen, schießen usw. – und erzielten aufsehenerregende Erfolge mit dieser „Plänkler“- Taktik, wie sie schnell hieß. Schnell zog man daraus den Schluss, dass man mit dieser Taktik natürlich umso effektiver kämpfte, je höher die Kampf- Distanzen waren. Man forderte also höhere Präzision in der Schussleistung.

Nun waren die Leute damals ja nicht dümmer als wir heute, nur hatten sie bei weitem nicht unsere heutigen Möglichkeiten der Beobachtung und Dokumentation: High- speed- Filme von 10.000 Aufnahmen pro Sekunde hätten die damals sicher auch gern gehabt. Man hatte aber weit früher schon bemerkt, dass Pfeile, von Bögen, und Bolzen, von Armbrüsten verschossen, ihre Ziele auf größere Distanzen weit präziser trafen als Rundkugeln aus Glattrohr- Gewehren. Man hatte auch sehr schnell den Verdacht, dass das vor allem darauf zurückzuführen war, dass Pfeile im Verhältnis zum Durchmesser lang waren, dazu war seit langem bekannt, dass eine leicht schräge Anordnung der Fahnen, also der Befiederung am Pfeilende, die Präzision noch einmal erhöhte, und mutmaßte, dass die schräge Anordnung der Fahnen dafür verantwortlich war. Es wurde der richtige Schluss gezogen und der Vorteil der Geschoss- Rotation erkannt.

Damit begannen die ersten Büchsenmacher zu experimentieren. Die Frage war: Wie erreiche ich Rotation des Geschosses in einem Büchsenlauf? Von dieser Frage bis zur Antwort von spiralig eingeschnittenen Zügen im Laufinneren war es nicht weit, und das geschah schon früh, also schon im 16. Jahrhundert, in fränkischen Waffenschmieden. Es kam allerdings sehr schnell Frust auf: Erstens musste man damals diese Züge (oder „Riefen“, das englische Wort „rifle“ für unsere Büchse stammt daher) ungeheuer aufwändig per Hand in jeden einzelnen Lauf einschneiden. Zweitens stellte man schnell fest, dass die Züge bei Rundkugeln relativ wenig brachten. Bis dann ein kluger Büchsenmacher auf die Idee kam, es den Pfeilen nachzumachen und ein langes, walzenförmiges Bleigeschoss zu verwenden: Der Erfolg war frappierend. Und er wurde schnell noch weiter ausgebaut, indem man das Geschoss (reines Blei damals!) vorn spitz ausbildete, vor allem aber, als ein genialer BüMa auf die Idee kam, das Geschoss am hinteren Ende mit einem so genannten „Gas- Dichter“ zu versehen, einer kleinen Einfassung aus dünnem Kupferblech. Denn reines Blei war einfach zu weich, hatte zudem einen zu geringen Schmelzpunkt, um die hohen Temperaturen der Pulverladungen schadlos zu überstehen; vor allem bei hohen, „schnellen“ Ladungen kam es damit zu massiven Präzision- Problemen durch Verformung des Geschosses bis hin zur Anschmelze. Vom „Gas- Check“ bis zur vollständigen Ummantelung des Geschosses mit zäh- elastischen Tombak- oder Messing- Legierungen war es dann nur noch ein kleiner Schritt. So viel zur historischen Entwicklung.

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Heute

Bei aller handwerklich- theoretischen Genialität bleiben natürlich die Störkräfte weiterhin wirksam, ihre Folgen sind aber durch die Rotation unter Kontrolle. Die Reste dieser Chaos- Bewegungen sind auch nach wie vor vorhanden. Der Ballistiker spricht von der Präzession. Dabei handelt es sich um leichte, die drallbedingte Rotation des Geschosses überlagernde Pendelbewegungen des Geschosses um seine Rotationsachse 2). Ziel des bei schweren Geschossen verwendeten steilen Drallwinkels ist also eine möglichst hohe Rotationsgeschwindigkeit des Geschosses, denn je höher die ist, desto höher ist die Richtungsstabilität bzw. die Resistenz des Projektils gegen diese äußerlichen Störkräfte. 3)

Aber auch hier wiederum gibt es physikalische Grenzen, die Fliehkraft nämlich. Ein Geschoss, nehmen wir eine normale .30-06 mit einer V0 von 800 m/s, rotiert bei einer Dralllänge von 25,4 cm (10 inch) mit 3.150 Umdrehungen pro Sekunde (800 m/s geteilt durch 0,254 m). Das bewirkt rabiate Zentrifugalkräfte. Vor allem bei billigen Geschossen kann es tatsächlich passieren, dass sich schon während des Flugs hierbei der Geschossmantel vom Kern trennt, das Geschoss zerlegt sich, es kommt nur noch eine Partikelwolke an. Man kann also auch die Drallstabilisierung nicht bis ins Unendliche steigern.

Gleichzeitig ist dieser steile Drallwinkel (bzw. die kurze DL) ein weiterer natürlicher Begrenzungsfaktor für die Beschleunigung des Geschosses. Bis zu gewissen Grenzen, siehe Übergang der kontrollierten Deflagration in Detonation, ist es möglich, auch ein schweres Projektil im Lauf hoch zu beschleunigen. Dann aber neigt das Geschoss auf Grund der hohen Beschleunigungs- und gleichzeitigen Trägheitskräfte im Lauf dazu, einzelne Drallfelder zu überspringen (Schlupf); die Folge ist erheblicher Präzisionsverlust. (Man aber kann im Hinblick auf die erwähnten Drucksprünge nicht vorsichtig genug sein mit solchen Experimenten!)

Leichte und damit kürzere Geschosse wiederum kommen mit einer deutlich größeren Dralllänge klar bzw. brauchen die sogar. 4) Sie können aus eingängigen physikalischen Gründen höher beschleunigt werden: Zunächst sind sie wegen ihrer niedrigeren Masse weniger träge. Vor allem aber sind sie auf Grund ihrer geringeren Kontaktfläche weniger Reibungskräften im Lauf ausgesetzt. Der niedrige Drallwinkel tut ein Übriges. Damit kann der Druckaufbau im Lauf schneller erfolgen, die Beschleunigung und damit auch die Geschoss- Geschwindigkeit erhöhen sich deutlich – und damit übrigens die Rotationsgeschwindigkeit des Geschosses. Mathematik und Physik behalten Recht. Und auch Einstein mit seiner Feststellung, dass alles in dieser schönen Welt relativ ist bzw. so gesehen werden muss.

Nun fallen während des Flugs des leichten Projektils die Störkräfte Luftwiderstand und Präzession auf Grund des kürzeren Geschosskörpers wesentlich niedriger aus, der Luftwiderstand findet weniger Angriffsfläche als beim langen, schweren Geschoss. Trotzdem verliert das Geschoss überproportional an Geschwindigkeit und damit kinetischer Energie gegenüber dem schwereren Projektil. Der Grund ist: Eine ganz wichtige Störkraft hat relativ zum niedrigen Geschossgewicht gesehen eben eine größere Wirkung.

Und damit kommen wir zum Bodensog, einem weiteren ballistisch- physikalischen Begriff. Der Bodensog hat mit der Strömungsdynamik zu tun. Ein Körper, der sich durch ein Medium (Wasser, Luft) bewegt, erzeugt damit im Medium Strömungen, die am Körper selbst bzw. um ihn herum Wirbel erzeugen. Am Ende des bewegten Körpers bewirken diese Verwirbelungen Unterdruck. Jeder Motorsport- Bewegte, vor allem aber LKW- Fahrer kennen dieses Phänomen, den berühmten „Windschatten“, den Sog also des Vordermanns, den man als geschickter Fahrer ausnutzen kann, um aus diesem vom Vordermann erzeugten und dessen Kräfte zehrenden Unterdruck heraus höher zu beschleunigen als er, vulgo zu überholen. In der Fliegerei ist das Phänomen als „Wirbelschleppe“ bekannt und ein ganz tückisches Ding. Ballistisch gesehen bewirkt dieser Bodensog eben eine Abbremsung des Geschosses, und zwar in quadratischer Proportion zur Bodenfläche des Geschosses. Was wiederum jetzt dem kundigen Leser klar macht, warum leichte Geschosse gegenüber schwereren überproportional an Rasanz und damit kinetischer Energie verlieren.

So weit zunächst zu den innen- und außenballistischen Zusammenhängen und zur zugegeben kopflastigen Einleitung für den nachfolgenden Praxisteil. Ich höre jetzt mal auf mit der Theorie, man muss als Jäger schließlich auch nicht ausgebildeter Ballistiker sein. Aber für manche scheint es eben doch interessant zu sein, ein wenig mehr darüber zu wissen, wie ich festgestellt habe.

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Die Praxis

Dralllängen um 250 mm (10 Zoll = 254 mm) gelten als mittlere DL, Dralllängen darunter als schultersteil. Bei den in Europa gebräuchlichen „dicken Pillen“ läuft der Wert bei 400 mm aus. Bei ausgewiesenen Großwild- Kalibern wie z. B. der .470 NE liegt sie über 500 mm, aber auch die ausgesprochen gutmütige, aber trotzdem auch bei uns sehr brauchbare .45-70 Government fällt in diese Klasse; die .444 Marlin wartet gar mit stolzen 965 mm auf.

Einige Beispiele (Kaliber und Standard- Dralllängen):

.22 Hornet                                                     405 mm

.222 Remington                                             356 mm

.223 Remington                                             305 mm

5,6 x 50 Magnum                                           350 mm

5,6 x 57 (R)                                                   250 mm

.243 Winchester                                             254 mm

6,5 x 55 SE (Schweden-Mauser)                       220 mm

6,5 x 57 (R)                                                   200 mm

6,5 x 65 (R)                                                   200 mm

6,5 x 68 (R)                                                   250 mm

.270 Winchester                                             254 mm

7 x 57 (R)                                                      220 mm

7 x 64, 7 x 65 R                                             220 mm

.308 Winchester (Nato- Kaliber)                      305 mm

.30-06 Springfield                                           254 mm

.300 Win. Mag.                                              254 mm

.30 R Blaser                                                   305 mm

8 x 57 I(R)S                                                   240 mm

8 x 68 S                                                         280 mm

8,5 x 65 (R) Reb                                             254 mm

.338 Win. Mag.                                              254 mm

9,3 x 62                                                         360 mm

9,3 x 64                                                         360 mm

9,3 x 74 R                                                      360 mm

.375 H & H Magnum                                       305 mm

.416 Rem. Mag.                                             356 mm

.416 Rigby                                                     420 mm

.45 Blaser                                                      356 mm

.458 Win. Mag.                                              356 mm

.45-70 Government                                        508 mm

.470 Nitro Express                                         533 mm

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Rückschlüsse

Betrachtet man die obigen Angaben, fällt die U- Kurve auf. Bei den .22 er „Bleistift“- Kalibern fängt es relativ hoch an, ein Hinweis auf die verwendeten relativ leichten Geschosse und die gleichzeitig überall hohe V0. Dann aber geht es schnell in den mittleren Bereich, beginnend schon mit der beeindruckenden 5,6 x 57 (R), die nicht umsonst mit den für dieses Kaliber sehr schweren 4,8 – Gramm- Geschossen am besten bestückt ist. Ab Kaliber .243 sind wir im unteren 200 er- Bereich, der, mit einigen Ausreißern, sich dann über die 300 er- Marke bewegt.

Das heißt also, dass die Drall- Längen mit steigenden Kaliberdurchmessern (Diameter) in der Tendenz zunehmen. Das hat etwas mit den Relationen zwischen Diameter und durchschnittlichen Geschossgewichten in den jeweiligen Kaliberklassen zu tun, also mit der Querschnittsbelastung. (womit wir die Verbindung hergestellt haben!). Die QB nimmt dagegen tendenziell „nach oben“ ab. 5)

Das wiederum hat einfach was zu tun mit dem Spagat zwischen der Notwendigkeit auf der einen Seite, genügend kinetische Energie ins Ziel bringen zu müssen, um bei Großwild wie z. B. Elefant, Hippo oder Büffel die nötige Tötungswirkung zu erzielen, und auf der anderen Seite der Grenze der physischen Belastbarkeit derjenigen, die hinter den Mitrailleusen stehen. Im Klartext: Solche Waffen müssen für Jäger noch beherrschbar sein, Schlüsselbein- Zertrümmerer und Zahnplombenlockerer sind einfach unpraktisch.

Bekannt und berüchtigt sind in dieser Hinsicht die .378, vor allem aber die .460 Weatherby Magnum. Ich habe mit Jägern mit Afrika- Erfahrung gesprochen, also Leuten, die wirklich hart im Nehmen sind, die mir glaubhaft versichert haben, dass sie die Jagd in Afrika auf der Stelle aufgeben würden, wenn es nur die .460 Weatherby Magnum als Patrone gäbe. Das wiederum hat was zu tun mit dem Sinn und Unsinn der Notwendigkeit von „Feldgeschützen“ im wahrsten Sinne des Wortes und mit der Einsicht, dass man selbst bei Großkalibern „übermotorisiert“ unterwegs sein kann.

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Ein praktisches Beispiel

Kommen wir jetzt aber wieder zurück zum europäischen Jägeralltag und zu unseren gängigen Kalibern. Welchen praktischen Nutzen kann uns das Wissen um die Auswirkungen und Eigenarten des Dralls bringen? Wie wir gleich sehen, einigen. Der Jäger nämlich hat damit eine ganz passable Orientierungsgröße an der Hand, wenn er z. B. die Auswahl zwischen zwei verschiedenen diametergleichen Patronen hat. Er kann sich bei der Wahl durch die Beachtung der Dralllänge ein Bild darüber machen, welche Waffe bzw. welches Jagdkaliber eher für leichte und welches eher für schwerere Geschosse ausgelegt ist.

Vergleicht man nämlich zwei solche Waffen für Patronen mit gleichem Diameter wie z. B. die .308 Winchester (das so genannte Nato- Kaliber, metrisch 7,62 x 51 mm) und die .30-06 Springfield (metrisch 7,62 x 63 mm, beide Diameter .308 inch), dann lassen sich gewisse Rückschlüsse ziehen. So ist zu vermuten, dass die .308 Winchester auf Grund des längeren (Standard-) Dralls von 305 mm mit schwereren Geschossen eher Präzisionsprobleme haben wird als die .30-06 mit ihrer DL von 254 mm. Das heißt, steht man vor der Wahl zwischen beiden, sollte man auf die Reviergegebenheiten, die individuellen jagdlichen Präferenzen, den Einsatzzweck achten. In Revieren mit Sauen- und Rotwildbestand z. B., in denen es darauf ankommt, dieses für unsere Verhältnisse relativ schwere Wild sicher zur Strecke zu bringen, wo also schwerere Geschosse mit entsprechenden „Reserven“ von Vorteil sind, spräche einiges für die .30-06 Springfield. Sie stabilisiert mit ihrem kurzen Standard- Drall Geschosse bis ca. 13 Gramm zuverlässig (ideal sind bei diesem Kaliber nach meiner Erfahrung die 11,7 Gramm- bzw. 180- Grains- Geschosse). Die .308 mit ihrer guten Verträglichkeit mit eher leichteren Geschossen (längerer Drall) und ihrer bekannt guten Eigenpräzision wäre dann eher die Patrone für das Rehwildrevier mit gelegentlichem Sauenvorkommen.

Das Wissen um diese Zusammenhänge gibt einem aber noch andere Möglichkeiten der Steuerung. Bleiben wir dabei beim Beispiel der guten alten .308 Winchester. Wenn ich ein überzeugter Anhänger dieses Kalibers bin und ich weiß, dass für dieses Kaliber mittlerweile Läufe mit Dralllängen von 8 bis 12 Zoll hergestellt werden, kann ich also beim Kauf der Waffe die Dralllänge fordern, die dem gedachten Einsatzbereich optimal gerecht wird. Will ich überwiegend Rehwild schießen, aber auch für das manchmal vorkommende Überläuferchen ausreichend bewaffnet sein, lege also Wert auf leichtere Geschosse, verlange ich einen Lauf mit längerem Drall. Bin ich eher festgelegt auf z. B. Schwarzwild, gehe ich eben den anderen Weg und gebe einen kürzer gedrallten Lauf für den Einsatz mit eher schwereren Geschossen vor.

Das sind zwar alles keine zu 100 % gültigen Gesetze, aber man kann sich i. d. R. schon sehr darauf verlassen. Es kann aber durchaus bei Einzelwaffen Ausnahmen geben, bedingt vielleicht durch ein nicht optimales Schwingungsverhalten eben dieses Laufs. 6) Man kann außerdem beispielsweise durch die Herabsetzung von Geschossgeschwindigkeiten innerhalb gewisser Grenzen korrigierend eingreifen.

Ein gutes Beispiel für ausgesprochene „Gutmütigkeit“ bieten auch die beiden deutschen Kaliber 9,3 x 62 und 9,3 x 64; trotz ihrer langen DL von 360 mm stabilisieren die auch noch die 18,5 Gramm- Geschosse i. d. R. sehr gut und sind damit in jeder Hinsicht auch auf schwerstes Hochwild tauglich.

Alles in allem ist es gerade im alltäglichen Jägerleben von Vorteil, wenn man solche Zusammenhänge in den Grundzügen kennt und sie von vorn herein berücksichtigen kann. Man erspart sich oft viele Probleme, vor allem teure Fehlkäufe.

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Kirchveischede, 29. Oktober 2015

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Manfred Nolting

Ein Jagdmensch

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1) Dieser Effekt dürfte sich bei bleifreien Geschossen auf Grund der erheblich niedrigeren spezifischen Dichte von Kupfer gegenüber Blei noch erheblich stärker auswirken.

2) Die ihrerseits wieder überlagert wird durch die sogenannte Nutation; aber das würde jetzt hier wirklich zu weit führen.

3) Geschosse ohne ausreichende Rotation sind instabil, überschlagen sich durch den Luftwiderstand. Wer hat nicht schon einmal das giftige, hässliche Brummen eines Querschlägers gehört.

4) Kurzdrallige Läufe führen bei leichten Geschossen in Verbindung mit deren hoher Geschwindigkeit zur sogenannten „Überstabilisierung“ des Geschosses mit den entsprechenden negativen Folgen: Die dabei auftretenden Fliehkräfte pulverisieren das Geschoss sofort, nachdem es den Lauf verlassen hat.

5) Allerdings machen die .458 Win. Mag. und die .460 Weatherby Mag. hier einen Ausreißer nach oben.

6) Womit wir bei einer weiteren potentiell ausschlaggebend wirkenden Determinante für die Präzision wären, dem Schwingungsverhalten des Laufs. Ich will hier und heute nicht näher darauf eingehen, belassen wir es an dieser Stelle bei der bewährten Faustregel. Hier lautet sie: Je dickwandiger und damit masseträger der Lauf, desto präzisionsfördernder sein Schwingungsverhalten. Allerdings ist er dann auch mordsschwer, deswegen sind solche Läufe eher bei Sport- und Präzisionsschützen in Verwendung.

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9 Kommentare zu Dralllänge und Drallwinkel

  1. W.B sagt:

    Wow! Wollte die Dralllänge für meine Glock 26 googeln und bin auf diese Seite gestoßen. Habe nun den „Durchblick“. Knapp, verständlich und präzise geschrieben! TOP!!

  2. JGDigger sagt:

    Wie mein „Vorschreiber“, wollte ich die Dralllänge meiner Glock 17 erfahren und bin auf Deine Seite gestoßen.
    Eine hervorragende Beschreibung zum Drall und den Faktoren, die sich darauf auswirken und den Folgen, die sich daraus ergeben !
    Du bist an der richtigen Stelle ausgestiegen, um nicht ZU laboriert rüber zu kommen und zu viele Informationen zu bringen. Was mir fehlt ist eine kompakte erklärung der Parameter, ohne Fachbegriffe (Einfache Erklärung der Zusammenhänge der Faktoren) und ein Link zu einer Umfassenden Darstellung (das kommt einer Schulung nahe).
    Trotzdem: Tolle Erklärung !
    Kurzwaffen sind nicht Dein Ding, oder ?
    DANKE !

  3. Manfred Nolting sagt:

    Hallo, JGDigger. Zunächst mal vielen Dank für den Zuspruch! Lass´ mich wissen, was Du unter kompakter Erklärung der Parameter genau meinst, ich will dann versuchen, da weiterzuhelfen. Und nein, mit Kurzwaffen hab´ ich´s nicht so. Ich bin ganz gut hinter der Flinte und der Büchse, aber wenn ich ´ne Kurzwaffe in der Hand habe, ist der sicherste Platz auf der ganzen Welt ca. 20 bis 25 Meter vor mir. Meine Tochter versucht, mir das beizubringen, bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

  4. Wolfgang Wüst sagt:

    Eine wunderbar nahrhafte Erklärung. Ich liebe es, Leuten zuzuhören (bzw. von ihnen zu lesen), die Ahnung von der Materie haben.

    Herzlichen Dank dafür.

  5. Manfred Nolting sagt:

    Man dankt!

  6. Graumann sagt:

    Vielen Dank, der Artikel ist sehr aufschlussreich. Ich bin gerade auf der Suche nach dem richtigen Geschoss für meine Büchse in .308 Win., die einen 13″ Drall hat.
    Ich möchte folgende ausprobieren: Sako 6,61g 102grs; Sellier & Bellot 8,03g – 124grs
    Hoffentlich pulverisiert sich da nichts.

    Außerdem habe ich noch eine Frage:
    Bei Waffe mit gegebenen Drall, müsste man also im Vergleich zu einem bleihaltigem Geschoss leichtere bleifreie Geschosse verschiessen, da es nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf die Länge ankommt. Logisch.
    Aber:
    Moderne Geschosse haben Führungsrillen, um die Reibung zu reduzieren. Ich schlussfolgere daraus, dass man mit solchen Geschossen also ruhig ein Nummer größer nehmen kann, weil die Reibung geringer ist. Gibt es da irgendwelche Ansätze?

    Waidmannsgrüße

  7. Manfred Nolting sagt:

    Hallo, Graumann. Leider bin ich knapp in der Zeit, will aber trotzdem kurz versuchen, zu antworten. Zu Ihrem letzten Satz bzw. Frage: Nein, es gibt keine Ansätze. Die DEVA ist in den letzten Zügen zur Veröffentlichung ihrer neuesten Auflage des (wirklich guten) Wiederlader- Handbuchs (die anderen haben aufgegeben bei dem abstrusen Wahnsinn der letzten Zeit). An dem Ding arbeiten die schon zwei oder drei Jahre, die Veröffentlichung wird immer wieder nach hinten geschoben. Angekündigt ist, dass auch umfangreiche Daten zu bleifreien Geschossen veröffentlicht werden. Das Problem ist, dass bei der Einführung der Bleifrei- Geschosse absolute Dilettanten das Vorgehen bestimmten, und das rein aus ideologischen Gründen. Es war allen diesen „Experten“ klar, dass Bleigeschosse keinerlei negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Aber die Umstellung auf bleifrei ist teuer und macht den Jägern das Leben schwer, das allein war wichtig. Das Problem ist, dass unsere moderne Munition, also ummantelte Bleigeschosse, seit ca. 150 Jahren natürlich auch die gesamte Auslegung und Abstimmung unserer Waffen in Bezug auf Drall, Materialverwendung der Läufe etc. bestimmt haben. Da sind 150 Jahre lang Praxis- Erfahrungen in eine hoch diffizile und interdependente Waffen- und Munitionsabstimmung eingeflossen. Wenn ich eines dieser grundlegenden Basis- Elemente dann einfach für obsolet und abgeschafft erkläre, muss ich also, ob ich will oder nicht, diese ganze Entwicklung jetzt im Sprinttempo nachholen. Da die Ballistik nun mal aufgrund der vielfältigen Interdependenzen und Rückkoppelungs- Effekte aller beteiligten Komponenten auf jeweils alle anderen zu 90 % auf Praxis- Erfahrungen aufbauen, ist das völliger Schwachsinn. (Nicht umsonst ist die Verwendung von Bleifrei-Munition für die militärische Verwendung auch von den Jagdgegnern nie gefordert worden, aus gutem Grund nicht. Schließlich wollen sie ja wirkungsvoll beschützt werden vor dem bösen Feind.) Auch wenn ich immer wahre Wunderdinge höre von Präzision und Schusswirkung: Auffällig ist, dass diese Wundermären immer von denen erzählt werden, die damit ihr Geld verdienen, meistens die Hersteller. Die Praktiker draußen wissen ganz andere Sachen zu erzählen. Ich lade hier viel für Freunde, aus Gefälligkeit und reiner persönlicher Neugierde. Und ich darf versichern, dass ich bisher noch keine Bleifrei- Laborierung habe ermitteln und erarbeiten können, die auch nur ansatzweise an das herankommt, was meine (teureren!) bleihaltigen Geschosse bringen in Bezug auf Präzision und Zielwirkung. Dass damit unserem Wild von ausgemacht ideologischen Überzeugungstätern und Kreuzzüglern der meiste Schaden bereitet wird, wird ungerührt in Kauf genommen.

    Also: Ich kann keine Anhaltspunkte bieten. Nur weitermachen. Ich glaube aber nicht, dass das Gehampele, ausgetragen auf dem Rücken unseres Wildes, weiter Bestand haben wird. Auch beim Gesetzgeber kommt so langsam der Verdacht auf, die die Gutmenschen und angeblich so um die Umwelt Besorgten eventuell so gut gar nicht sind, und dass die angebliche Sorge gar nicht der Umwelt gilt, sondern den eigenen Zielen.

    Einfach nur weitermachen, so gut es geht, bis die Spinnerei wieder kassiert wird. Mehr kann ich nicht bieten … 🙂

  8. Ulrich Keck sagt:

    Gut gemeint aber leider viel Falsches in dem Aufsatz-.308Win ist bestens für Hochwild geeignet, auch mit 9,7g Geschossen, erst recht mit bleifrei (aus mehr als 30 Jahren Erfahrung). Die Dralllänge ist auch im Verhältnis zur Geschossform zu sehen (Kontaktfläche) und nicht nur zum Gewicht. Die .378 und .460WBY sind auch in Afrika geführte Kaliber, sogar bei einigen Jagdführern-wer eine .500 Jeffr. verkraftet, wird die WBY´s als Erholung empfinden. Walther ist bei großen Waffenherstellern nicht immer erste Wahl und auch nicht die einzige Firma die Läufe herstellt, da ist Heym, Merkel, Blaser (neu) für Zivilwaffen in Deutschland, dazu Delcour(Belgien), Schulz & Larsen(DK), Bergara (Spanien), Ferlach BG, all diese werde in Waffen deutscher Produktion eingebaut (es gibt noch mehr z.B. in Frakreich und GB).
    Es gebe noch einiges mehr, soll aber reichen.
    Trotzdem sehr informativ und gut geschrieben.

  9. Manfred Nolting sagt:

    Hallo, Herr Keck. Ich war ein paar Tage nicht da, deswegen die Verzögerung. Danke für den Exkurs in die Details. Ganz sicher kann ich mit einem 9,7 g- Geschoss in Kaliber .308 auch Hochwild schießen; ich selbst habe mit dem 8,1 g- Nosler Partition im Kaliber 6,5 x 65 R auch schon das eine oder andere Schweinchen geschossen, und sicher gilt das auch für Rotwild. Nur ist das eben nicht die für Hochwild prädestinierte Patrone bzw. Laborierung, da gibt es geeignetere mit mehr Reserven; mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. In Bezug auf die .378 und .460 Weatherby Magnum habe ich mich auf Aussagen von Afrikajägern verlassen, die beide Patronen kennen und geschossen haben. Ich selbst habe das nicht. Gut möglich, dass es noch schlimmere gibt. In Bezug auf die Hersteller von Jagdläufen verlasse ich mich auf Ihre Expertise, ich habe Walther als den dem Normaljäger bekanntesten Hersteller genannt. Und für den letzten Satz mein Dank.

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