Tanja Busse, der WDR 5 und die Berichterstattung eines öffentlich- rechtlichen Senders

Tanja Busse, der WDR 5 und die Berichterstattung eines öffentlich- rechtlichen Senders

oder

Die Angst vor dem zukünftigen Fachkräftemangel in Deutschland

Ich hab´ ja schon mal was geschrieben zu der Demo am 18. März in Düsseldorf. Wie´s abgelaufen ist, welche Ziele verfolgt wurden, wie die Reaktionen waren. Es gab auch reichlich Reaktionen, vor allem positive. Manche Leute im Land, die sich bisher mit dem Thema gar nicht befasst haben, haben mich auf meiner Jagdseite besucht und sich gemeldet: Fast durchweg positiv. Der Tenor war immer der gleiche:

„Ich habe mich bisher nie mit dem Thema befasst, es war mir egal. Vor allem habe ich die Sache immer nur durch die Brille NABU, BUND usw. gesehen. Jetzt sehe ich das Ganze deutlich differenzierter.“

Natürlich gab´s auch ein paar Kommentare der üblichen dritten Art. All denen war gemeinsam, dass es einen ansprang, dass da jemand die übernommenen Hohlphrasen wiederholt und / oder von meinem Kommentar oder von den anderen Nicht- NABU-, BUND- oder Remmel´schen Quellen allenfalls die Überschrift gelesen hat. Das kennen Sie doch auch, wie das abläuft, wenn Kinder, die eine Strafpredigt bekommen, sich die Augen zuhalten und immer laut „Blblblbl“ machen nach dem Motto: Ich seh´ dich nicht und hör´ auch nicht, was Du sagst.

Nun ist es aber so, dass wir in NRW auch öffentlich- rechtliche Sender alimentieren. Üppigst. Die nachvollziehbare Idee, die hinter dieser teuren Entscheidung steht, ist, dass man sich nicht auf Gedeih und Verderb den rein kommerziellen Sendern ausliefern will, was die Seriosität der Berichterstattung angeht. Das ist ja auch in Ordnung, der Bürger zahlt brav seine Beiträge. Und erwartet im Gegenzug natürlich, dass gemäß dieser Idee geliefert wird. Solche öffentlich- rechtlichen Sender haben, natürlich, eine gewisse Freiheit in der Art und Weise ihrer Berichterstattung. Allerdings müssen sie sich an bestimmte Grenzen halten. Sonst gibt´s Ohrlaschen, z. B. vom Presserat. Der wiederum ist aus guten Gründen eingerichtet worden, weil öffentlich- rechtliche Sender allzu gern der Versuchung nachgeben, tendenziös zu berichten, vor allem den jeweiligen Landesherrn „nach dem Maul“ zu schreiben. Die bestimmen nämlich die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien und haben großen Einfluss auf die Besetzung der Spitzenpositionen. Wenn man also ´ne ruhige Kugel schieben will, sprich Dienst nach Vorschrift bei vollen Bezügen (die dazu auch noch ganz ordentlich sind!), tut man gut daran, nur das zu schreiben, mit dem man nicht aneckt bei den gerade „an der Macht“ befindlichen Parteien.

Solche öffentlich- rechtlichen Sender bedienen sich natürlich verschiedener Mitarbeiter, haupt-, neben- und freiberuflich. Dagegen ist nichts einzuwenden, schließlich kann man nicht alles allein machen. Es ist nur ärgerlich, wenn sich manche Mitarbeiter als Nullnummer erweisen. Das größte Ärgernis ist, wie jeder Unternehmer bestätigen kann, wenn sie ihren Job nicht ordentlich machen. Dienst nach Vorschrift oder nur das eben Nötigste, damit einem ja keine Totalverweigerung vorgeworfen werden kann – wer kennt das nicht? Dazu kommt, wer kennt das nicht auch, dass der Fisch „am Kopf zu stinken beginnt“. Will sagen: Wenn auch die Chefetage schon Dienst nach Vorschrift macht und sehr konziliant mit seinen politischen Entscheidungsträgern umgeht, siehe oben, dann ist die Kontrolle nach unten im Allgemeinen auch sehr lax bis nicht vorhanden. Unter Kontrolle verstehe ich, mal drauf zu gucken, was einem die Mitarbeiter so abliefern.

So weit, so gut. Kommen wir jetzt auf das Spezielle. Ich bin heute, eher zufällig, über das Landwirtschaftliche Wochenblatt Westfalen- Lippe (die Lektüre lege ich im Übrigen jedem Jäger wärmstens ans Herz, besser wird man in NRW nirgends informiert) auf einen Beitrag auf Seite 6 der aktuellen Ausgabe gestoßen, der sich wiederum mit einem Beitrag befasst, den der WDR 5 auf die Welt losgelassen hat und der mir bisher völlig entgangen ist. (Übrigens rate ich auch dazu, den Kommentar zum Kommentar im Wochenblatt zu lesen.) Zu den Details:

Der WDR, genauer gesagt der WDR 5, bedient sich der Mitarbeit einer Mitarbeiterin mit Namen Tanja Busse. Und die hat sich im Anschluss an die Demo vom 18. März losgelassen. Na ja, kann man sagen, das ist ihr Job. Das stimmt. Aber man sollte seinen Job entweder richtig machen oder die Finger davon lassen. Und der Chefetage des WDR sollte man dringend anraten, die Beiträge ihrer Mitarbeiterin in Zukunft kritisch auf Konsistenz und Konkludenz hin zu überprüfen. Denn was Tanja da abgeliefert hat, hat sie anscheinend schon mal konzipiert als Kommentar zur Waffenrechtsdebatte nach dem Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009. Ich erkläre mir den Erguss folgendermaßen: Als sie aufgefordert wurde, mal was zur Demo vom 18. März zu schreiben, hat sie anscheinend nur das Datum in ihre Suchmaschine eingegeben – und sich sogar dabei noch vertippt! Anders kann man sich keinen Reim aus dem machen, was dann aus ihrer Feder floss und vom WDR 5 eins zu eins veröffentlicht wurde: http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/jagdgesetz144.html.

Ich hab´s mal gelesen und immer wieder von vorn angefangen, um sicher zu sein, dass ich nichts überlesen habe. Mitnichten! Dann habe ich mir gedacht: Jetzt überleg´ mal, vielleicht hast Du doch was übersehen. Ich habe mich also erst mal für eine Stunde mit gehaltvollen Sachen beschäftigt, vor allem mit meinem Enkel. Dann bin ich wieder eingestiegen ins Thema. Peng! Überhaupt nichts hat sich geändert. Erstens wurde das Thema grotesk verfehlt, zweitens wurde das rudimentäre Etwas an Sachverhalt, das sich ansatzweise wiederfindet, auch noch entweder nicht verstanden oder bewusst verdreht. Setzen, 6, hätte mein alter Deutschpauker gesagt. Ich nehme jetzt mal zu Tanjas Ehren an, dass sie´s nur nicht verstanden hat. Vor allem angetan war ich vom Schluss ihrer Eloge:

„Wenn das private Schießen im Wald und auf dem Feld also weiterhin erlaubt bleibt, geschieht das allein aus Rücksicht auf die Tradition. Die Jäger sollten das als ein Privileg verstehen, dass sie im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ihrem nicht ganz ungefährlichen Brauchtum weiter nachgehen dürfen – statt vor dem Landtag gegen kleine Einschränkungen zu protestieren.“

Danach muss man also zudem festhalten, dass die Dame auch die Verfassung ihres eigenen Landes nicht kennt. Das will was heißen, wenn man bedenkt, dass sie nach meinen Recherchen auch noch promoviert ist! Jawohl, eine veritable Doktorin breitet sich hier aus. Vor dem Hintergrund kann ich nachvollziehen, dass sich die Wirtschaft in Deutschland ernsthafte Sorgen um nachwachsende Fachkräfte macht. Sei´s drum, wir haben Schlimmeres überstanden.

Auf jeden Fall aber, liebe WDR 5- Chefetage, sollten Sie dringend mal in den Pressekodex schauen, besonders auf den Paragraphen 2:

„Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.“

Nur für den Fall, dass Sie´s verlegt haben, lieber WDR, hier der Link zum Ausdrucken:

http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_2____sorgfalt.

Da stehen auch noch sonst ganz interessante Sachen drin, kann man gar nicht glauben!

Kirchveischede, 27. März 2015

Manfred Nolting

Ein Jagdmensch

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13 Kommentare zu Tanja Busse, der WDR 5 und die Berichterstattung eines öffentlich- rechtlichen Senders

  1. michael sagt:

    Lieber Manfred,

    als Journalist kann ich dir sagen, der Artikel ist ausgewogen, sachlich und bezieht einen klaren Standpunkt, der gesellschaftlich vermittelbar ist.
    Als Jäger muss ich dir sagen, deine Meinung halte ich für gesellschaftlich nicht mehr vermittelbar. Ich fürchte, mit einer derartigen Verweigerungshaltung werden notwendige Veränderungen der Jagdgesetze ohne die Jägerschaft stattfinden. Dich wird das möglicherweise nicht mehr treffen, aber wir Jungjäger und alle kommenden werden diese Betonkopfhaltung ausbaden müssen. Diese egoistische Haltung des Jagdestablishment bedaure ich sehr, du nicht?

    Waidmannsheil,
    Michael

  2. Manfred Nolting sagt:

    Lieber Michael,

    ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du den Beitrag von Tanja Busse meinst, wenn du davon sprichst, dass er „ausgewogen, sachlich“ ist und „einen klaren Standpunkt bezieht“. Als Jäger und Bürger muss ich Dir allerdings sagen, dass ich bei dem bleibe, was ich geschrieben habe, und im Gegenteil Deinen Standpunkt nicht nachvollziehen kann. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du tatsächlich Jäger bist und kann dann noch weniger glauben, dass Du dich auf diese Weise und dazu noch explizit als Journalist äußerst. Was bitte ist ausgewogen daran, wenn eine Journalistin? erstens völlig am Thema vorbeischreibt, zweitens ganz offensichtlich nicht den Schatten einer Ahnung von dem hat, über das sie schreibt und drittens damit den Pressekodex verletzt? Was bitte soll ich als Jäger gut daran finden, wenn ich zwar zwischen den Zeilen, aber dennoch sehr deutlich als schießgeiler Spinner hingestellt werde? Ich habe das noch so gelernt: Wenn ich mich zu etwas äußere, mache ich mich schlau. Vorher! Ansonsten halte ich den Rand. Und was, bitte, stellst Du Dir denn vor, wie die Jagd in Deutschland erhalten bleiben soll, als jahrhundertealte, bewährte Tradition der Landnutzung, wenn Du Dich unter die Kuratel von Menschen stellen willst, die den Zuschnitt einer Frau Busse oder eines Herrn Tumbrinck, eines Herrn Sticht, eines Herrn Remmel haben? Allein hier auf meiner Seite findest Du jede Menge recherchierter! Beispiele der Widersprüchlichkeiten und Brüche, ja Verlogenheiten in deren Weltbild, das sie dennoch, im besten Wissen darum, vöölig ungehemmt verbreiten. Ideologie, lieber Michael, hatten wir schon zur Genüge in Deutschland. Ideologie ist, wie wir wissen (sollten), dann umso zerstörerischer, wenn sie einhergeht mit blatanter Unkenntnis dessen, was sie eigentlich behandelt. Und gänzlich unerträglich wird es, wenn sie eigentlich nur das wirkliche Ziel verschleiern soll: Geld und politischer Einfluss. Und die Karte „Betonköpfigkeit“ sticht ja wohl nicht so richtig. Ich werde von meinen Jungjägern hier immer gemahnt, nicht so ruhig zu agieren, wenn ich zu Besonnenheit rate. Also, um Deine rhetorische Stilfrage zu beantworten: Ich bedauere nicht, wie ich meinen Standpunkt vertrete, auch wenn Frau Busse sich getroffen fühlt, wie ich ja jetzt wohl annehmen darf. Das kann man ganz leicht umgehen: Man soll erst denken, dann schreiben. So einfach ist das. Man hat nämlich als Journalist eine gewisse Verantwortung: Es gibt Menschen, die das, was sie lesen bzw. sehen und hören, glauben. Vor allem, wenn ein öffentlich- rechtlicher Sender die Plattform der Verbreitung ist. Das ist meine Meinung, und ich denke, ich habe dafür ganz gute Argumente, vor allem Faktenwissen.

    Weidmannsheil,
    Manfred

  3. michael sagt:

    Lieber Manfred,

    vermutlich ist es vergebliche Müh für dich wie mich, den andren zu überzeugen…
    Dennoch:
    – Bitte belege, wo die Frau am Thema vorbeischreibt. Das gibt sie sich nämlich selbst…
    – woran machst du fest, dass sie keine Ahnung hat?
    – womit genau verletzt sie den Pressekodex?
    – was du zwischen die Zeilen hineininterpretierst, bleibt dir überlassen
    – womit belegst du, dass die Frau einer Ideologie folgt? Welcher?
    – warum muss hier immer wieder der unsägliche Verweis auf das Naziregime herhalten?
    – wo gehts der Frau um Geld und politischen Einfluss?

    >> her mit den Argumenten, her mit dem Faktenwissen!
    Sonst scheint mir das, was du ihr vorwirfst, eher in deinen Texten zu stecken.

    Gespannt,
    m

  4. Manfred Nolting sagt:

    Lieber Michael!

    Touché, nicht wahr? Deine Antwort ist eigentlich von der gleichen Qualität wie der Beitrag von Frau Busse. Alle diese Fragen sind schon beantwortet in meinem Beitrag, man muss ihn nur lesen (wollen).

    Bevor wir hier weitermachen, hätte ich jetzt gern erstmal Klarnamen, vor allem Deine Verbindungen zu Tanja Busse. Ich meine, als Journalist wirst Du für diese Bitte Verständnis haben; man muss Aussagen seiner Quellen immer gegenrecherchieren (Presse-Kodex). Dann können wir uns gerne weiter austauschen.

    Gespannt!

  5. michael sagt:

    Lieber Manfred,

    ich kenne die Dame nicht. Und selbst wenn, meinen Fragen nach stichhaltigen Belegen weichst du ja so oder so aus. Was sollte dazu mein Name beitragen, bekomme ich dann eine Antwort oder würdest du damit etwas konstruieren? Journalistische Quellen sind etwas ganz anderes.
    Wenn du wirklich meinst, meine Fragen schon beantwortet zu haben, dann ist diese Diskussion reine Zeitverschwendung. Es ist für mich ernüchternd, wenn unser gemeinsames Bild als Jäger in der Gesellschaft weiter von rückwärtsgewandten Leuten geprägt wird. Damit befördert man die Entwicklung fortschrittlicher Jagdgesetzgebung. Aber das wird dir vielleicht erst auffallen, wenn nach NRW auch der Bund die Jagdgesetzgebung weiter voranbringt.
    In diesem Sinne weiter so!

  6. Also erstmal: ich finde Tarnnamen im Netz blöd. Wer die benutzt – und die Foren sind voll davon – hat offensichtlich nicht den Mut, zu seiner Meinung zu stehen. Bei „Jagderleben“ posten täglich zwei- bis dreimal Leute mit so schönen Namen wie „Krähenkiller“ oder „wer sich den Wolf tanzt“ oder „Horrid-ho“ – eine wunderbare Methode, sich unerkannt als Vollpfosten darzustellen. Kann amn auslassen.

    Aber gut, soll es das mal für michael so sein.

    Das enthebt den dann allerdings nicht der Mühe, mal den Beitrag von Frau Busse zu lesen. Dann könnte er den Unsinn nämlich vielleicht gerade noch als Journalist – wenn er so einer wie Frau Busse ist – gutheissen, aber als Jäger – wenn er denn einer ist, was man stark bezweifeln kann – eher nicht. Dazu braucht man nicht seine „Faktencheck-Fragerei“ zu beantworten, sondern muss den Artikel von Frau Busse einfach mal selbst lesen.

    Wenn er das getan hat: ok, vergessen wir Michael! Wenn nicht: erst recht!

  7. michael sagt:

    jetzt wirds ja fast zu lebhaft hier.

    ich möchte mal unser verständnisproblem hier umreißen: ich kann völlig unbefangen diesen text von frau busse lesen, ohne vorurteil. in eurem fall denke ich, könnt ihr euch gar nicht drauf einlassen, sondern müsst reflexartig über alles herfallen, was mit kritik eure weltsicht auch nur im mindesten in frage stellt. da wird gleich mit dem hinweis auf die öffentlichrechtlichen gebühren gedroht, mit pressekodex und dem ganzen trara. mücke und elefant und so. aber das kann von mir aus jeder halten wie er will. werdet glücklich damit.
    trotzdem nochmal eine perle ins netz: hier meine finale textanalyse. wer mutig ist, setzt sich auch mal offen und ehrlich mit dem auseinander, was einem nicht schmeckt:

    Artikel Busse
    Schießen muss so schön sein. Immer, wenn Politiker versuchen, ihren Bürgern mit gesetzlichen Mitteln die Waffe aus der Hand zu nehmen, kommt es zum Großaufstand.
    >aufstand ja, aber groß?

    wenn die nordrhein-westfälische Landesregierung den Waffengebrauch ihrer Jäger auch nur ein klitzekleines bisschen einschränken will, rufen die Jäger zur Großdemonstration – unter dem Motto: „Schluß mit den Verboten!“
    > bestreitet das jemand?

    Das klingt, als wollte die Landesregierung die Jagd in NRW komplett verbieten, was überhaupt nicht der Fall ist. Ganz im Gegenteil, wenn das Gesetz in dieser Form verabschiedet wird, werden nur knapp zwei Prozent weniger Tiere erschossen, hat der Naturschutzbund Nabu ausgerechnet. 
    > habe ich beim Nabu auch so gelesen.

    Weniger Arten freigeben
    Aber, ich finde, wenn die Jäger schon wegen geringer Beschränkungen so wütend sind, sollte man deklinieren, wie wirkliche Verbote aussähen. Hier also mein Vorschlag für ein neues, ökologisches und zeitgemäßes Jagdgesetz: Wir sollten uns an anderen Ländern orientieren und die Zahl der jagbaren Arten beschränken. In den Niederlanden sind das gerade sechs,
    > sagt auch face

    für NRW haben die Naturschutzverbände etwa ein Dutzend Tierarten vorgeschlagen, die nachhaltig bejagt werden könnten.
    > ich zähl 11 beim Nabu

    Denn warum sollten Menschen das Recht haben, Tiere zu erschießen, die auf der Vorwarnliste für gefährdete Arten stehen, etwa wie die Waldschnepfe? Oder die sie mit Tieren verwechseln könnten, die auf der Roten Liste stehen, wie eine getigerte Hauskatze mit der Wildkatze, die wir beinahe ausgerottet haben?
    ja, warum?

    Die Europäische Union hat die Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen unterzeichnet und sich damit verpflichtet, die biologische Vielfalt zu schützen. Als Erbe der Evolution. Für die zukünftigen Generationen. Das scheint mir ein höheres Gut als der Wunsch eines einzelnen nach größerer Auswahl beim Schießen im Wald.
    > ist auch meine meinung

    Zweitens sollte die ausgedehnten Jagdzeiten abgeschafft werden. Wenn gejagt wird, dann nur intensiv in einem kurzen Zeitraum und in Absprache mit den Naturschutzbehörden. Reh und Hirsch würden sich dann nicht länger in den Wald zurückziehen, wo sie junge Bäume anfressen, sondern sich öfter aufs offene Feld wagen.
    > wahrscheinlich, da offenlandtiere

    Die Wildtiere verlören ihre Scheu vor den Menschen, das zeigen die Erfahrungen aus den Nationalparks.
    Allein aus Rücksicht auf die Tradition
    Natürlich hegen die Jäger auch das Wild, natürlich halten sich die allermeisten von ihnen an die strengen Bestimmungen der Jagdgesetze, und natürlich ist ein Rehbraten allemal besser als Fleisch aus Intensivtierhaltung.
    > hey, lob für die jäger

    Dennoch: Aus fachlicher ökologischer Sicht gibt es keinen Bedarf für Jagd – sondern nur für Wildmanagement. Die Bestände regeln sich auf natürlichem Weg, und der Mensch muss nur eingreifen, wenn er dieses Gleichgewicht stört,
    > wildbiologisch einwandfrei

    zum Beispiel Wildschweine mit riesigen Maisfeldern regelrecht mästet.
    > naja, etwas polemisch

    Wenn das private Schießen im Wald und auf dem Feld also weiterhin erlaubt bleibt, geschieht das allein aus Rücksicht auf die Tradition.
    > Behauptung, nicht von der Hand zu weisen

    Die Jäger sollten das als ein Privileg verstehen, dass sie im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ihrem nicht ganz ungefährlichen Brauchtum weiter nachgehen dürfen – statt vor dem Landtag gegen kleine Einschränkungen zu protestieren.
    > korrekt

    Redaktion: Consuelo Squillante
    > scheint ja noch jemand gegengelesen zu haben.

    Ende und aus.

  8. michael sagt:

    ja bitte, veröffentlichen.

    Grüße

    Am 31.03.2015 um 14:40 schrieb Manfred Nolting :

    Ich komme gerade erst dazu, mal wieder in mein Postfach und meinen Blog zu schauen. Und was sehe ich? Einen Kommentar. Von Michael / Consuelo Squillante (übrigens eine WDR 5- Redakteurin, welch ein Zufall, die Absenderzeile hat Michael in seiner überbordenden Intelligenz vergessen zu löschen)/ Carthago. Mit den schönen Schlussworten:

    Ende, aus. (Uff, der NABU hat gesprochen.)

    Es gibt ´ne Menge zu sagen zu diesen Ergüssen, Ihr Lieben. Die Namen, davon sollte man ganz getrost ausgehen, sind von ähnlichem Wahrheitsgehalt wie die Behauptung, Jäger zu sein. Ein Jäger mit einer Diktion Eurer Art (Tiere „er“schießen) würde sich schlicht lächerlich machen, vom ausgebreiteten sachlich völlig falschen Inhalt des Ganzen mal ganz abgesehen. Dann die Behauptung, Journalist zu sein: Mit dieser Orthografie und Grammatik die Bürger als Journalist!! beglücken zu wollen, das kann ja wohl nicht ernstgemeint sein. Was soll das? Solche vorgeschobene fachliche Qualifikation braucht man in aller Regel nur dann zu stehlen, wenn man sich dessen bewusst ist, wie faktisch schwach die eigene Position ist. Und dann die anonymen „Kampfnamen“. Dafür kann´s dafür ja nur einen Grund geben: Eure Veröffentlichungen sind Euch ziemlich peinlich.

    Kommen wir zum Inhaltlichen. Liebe Leute, ich stelle fest: Ihr habt meine Texte auch nicht ansatzweise gelesen, denn sonst würdet Ihr nicht zu jedem, aber wirklich jedem Punkt komplett am Thema vorbeidilettieren; insofern erübrigt sich jedes ernsthafte Eingehen darauf. Und zweitens könnt Ihr ja auch das Grundgesetz dieses schönen Landes nur dem Begriff nach kennen. Sonst würdet Ihr nicht von „Privilegien“ dort schwadronieren, wo es um ganz klare Grundrechte geht.

    Alles in allem: Das übliche, inhaltsleere NABU- Geschwafel. Tut mir leid, dass ich das hier in dieser Deutlichkeit aussprechen muss. Ich bin aber sicher, dass deswegen heute Abend niemand ins Kissen weinen wird, denn dazu braucht man Betroffenheit, und die wiederum setzt voraus, dass man gewisse Dinge zu erkennen in der Lage ist. Ich persönlich habe in meinem Leben sehr oft die Erfahrung machen müssen, dass Menschen mit einem ganz ausgeprägten Geltungs-, vor allem Mitteilungsbedürfnis zu einem bestimmten Thema meist durch irgendwelche mentale Blockaden verschiedenster Art gar nicht in der Lage sind, das Thema, zu dem sie sich so eifrig äußern, kognitiv ausreichend zu erfassen. Ich persönlich finde das zwar schade, aber so ist die Welt nun mal. Zu fast 90 % erlebe ich diese Leute in so genannten „Naturschützer“- Kreisen. Solchen Menschen erscheint es darüber hinaus auch als absolut legitim, Verhaltensweisen, die sie bei ihren jeweiligen „Gegnern“ als völligen Bruch des guten Benehmens und aller moralisch- ethischen Werte entrüstet an den Pranger stellen würden, ohne jedes Problem für sich selbst als völlig in Ordnung zu betrachten.

    Tja, Michael. Oder Consuelo. Oder Carthago (Das war übrigens ein antiker Stadtstaat in Nordafrika, wenn´s interessiert): Die Tatsache , dass Euch mein Beitrag so überaus nahe geht, obwohl man ja mit der ganzen Sache eigentlich gar nichts am Hute hast, die gute Tanja Busse wirklich überhaupt nicht kennst, lässt ja nur einen Schluss zu: Ihr fühlt, ganz tief im Innern, das berühmte Bauchgefühl Gigerenzer´scher Prägung, das Euch sagt: Der hat Recht. In jedem einzelnen Punkt. Wir können nur nicht richtig nachvollziehen, warum. Und das tut natürlich weh. Vor allem, wenn man Prophet ist und bis oben hin voll Sendungsbewusstsein steckt. Und bis dahin ganz sicher war, erkannt zu haben, was die Welt in Innersten zusammenhält.

    Ich verzichte jetzt mal darauf, diesen Text hier auf meinem Blog öffentlich zu machen. Ich würde das natürlich tun, wenn´s gewünscht wird. Zusammen mit Eurem Schreiben, das ich vorerst geblockt habe. Aber, wie gesagt, blamieren müsst Ihr Euch schon selbst. Ich gehe jetzt auch mal davon aus, in dieser Sache nichts mehr zu hören. Was ich wiederum verstehen würde.

    In diesem Sinne,

    Freundliche Grüße und Weidmannsheil,

    Manfred Nolting
    Ein Jagdmensch

    Westfälische Straße 48
    57368 Lennestadt – Kirchveischede
    0171-3605640
    http://www.ein-jagdmensch.de
    manfred.nolting@ein-jagdmensch.de

  9. Manfred Nolting sagt:

    Also, um Irritationen meiner Leser vorzubeugen:

    Der Kommentator Michael hat den über diesem Beitrag vorletzten Beitrag eingestellt bzw. einstellen wollen. ich habe Michael darauf hingewiesen, dass er eventuell dann nicht so ganz gut aussehen könnte. Er war der Meinung, dass er einfach zu gut sei, als dass er schlecht aussehen könnte (siehe mein Beitrag oben).

    Nachdem das erledigt ist, muss cih jetzt tatsächlich nochmal auf die einzelnen Punkte seines Beitrages, den ich nicht so ganz gelungen fand, eingehen. Das passiert dann im Folgenden:

    Reden wir dann doch noch mal von den Einzelheiten, obwohl ich befürchte, dass es nach wie vor zweckloses Predigen vor tauben Ohren ist:

    Inwiefern will denn die NRW- Regierung den Waffengebrauch der Jäger einschränken??? Es geht un die ahnungslose Verhunzung des Jagdrechts, meine Lieben. Um nichts mehr. Das Waffenrecht wird mit nicht einem einzigen Wort erwähnt. Das muss Euch wohl entgangen sein.

    Ausgerechnet die Niederlande als „Beispiel“ für Deutschland anzuführen, zeugt nun wirklich von nicht zu überbietender Dummheit in diesem Bereich. Erstens ist Holland eine Puppenstube mit einer Besiedlungsdichte und landschaftlichen Eintönigkeit, die ihresgleichen sucht in der Welt. Und da, wo die Holländer dann mal versuchen, sich in sowas wie „Natur“ zu versuchen, kommt dann sowas raus wie Oostvardersplassen ( https://www.youtube.com/watch?v=vyueZwW1WCA&feature=youtu.be; http://www.ein-jagdmensch.com/?p=37). Der Grund ist: Die Holländer sind das einzige Volk in Europa, das in seiner grenzenlosen Naivität Experten wie Dir vollständig auf den Leim gegangen sind. Die Gänsejagd verbieten aus ethischen Gründen, dann Hunderttausende der Vögel einfangen, vergasen und einbuddeln – wenn du das meinst als Beispiel, dann danke. .

    „Knapp 2 % weniger Tiere erschossen“. Als ob´s bei der Jagd ums „Tiere erschießen“ ginge, Ihr Blindgänger. Es geht um funktionierende Natur. Und „hat der NABU errechnet“, natürlich. Dann kann das ja nur das „neue Testament“ gewisser Leute sein. Mit welchem Recht fordert der NABU überhaupt irgendetwas? Seid Ihr komplett abgehoben? Der NABU ist ein Verein von Hobby- Naturschützern, ohne jede Ausbildung, ohne jede Qualifikation, nichts anderes. Dazu bestehen immer mehr Zweifel an der Gemeinnützigkeit, und nicht nur an der des NABU. Das sind mittlerweile hoch renditeträchtige Natur- Ausbeutungskonzerne geworden, mit dem Anspruch, selbst Gesetze zu schreiben und sie den jeweils zuständigen Landesministern zum Vollzug auf den Tisch zu werfen. Wie´s derzeit in NRW passiert.

    Tiere zu „er“schießen, die auf der Liste der gefährdete Arten stehen: Nenn´ mir eine einzige Wildart, die dem Jagdrecht unterliegt und in den letzten 100 Jahren durch die Jagd ausgerottet wurde! Eine einzige! Wirst Du übereifriger Faktenforderer nicht können, weil´s die nicht gibt. Wenn heute da und dort überhaupt noch Schnepfen vorkommen, Rebhühner, Fasane, dann nur deswegen, weil sie dem Jagdrecht unterliegen. Der NABU z. B. bemüht sich zur Zeit nach Kräften, sie alle wie übrigens auch die letzten Großtrappen in Brandenburg und Sachsen – Anhalt auszurotten. Indem sie voller Elan die Bejagung der bestimmt nicht vom Aussterben bedrohten Beutegreifer wie Fuchs, Mink, Waschbär, Marderhund etc. etc. verbieten wollen. Und gleichzeitig auf den eigenen Flächen die gleichen Tierchen übrigens mit Feuer, Schwert & Totschlagfallen als „Ungeziefer“ mit allen Mittel bekämpfen! Und wenn ein NABU- Stümper eine Wildkatze nicht von einer schwarz- weißen Hauskatze unterscheiden kann, dann ist das nicht unsere Schuld.

    Biodiversität…. Das ist es, nicht wahr, Michael? Das hört sich so toll an, man braucht lange, um das Wort buchstabieren zu können, deswegen macht es umso mehr Eindruck. Wie wollt Ihr denn die Biodiversität verwirklichen? Indem Ihr das Sikawild im Arnsberger Wald ausrottet, wie gefordert? Was ist eigentlich Biodiversität? Wie wäre es denn, wenn Du den Lesern hier D e i n e Definition mal erklären könntest.

    Die „ausgedehnten Jagdzeiten sollen abgeschafft werden. Rehlein und Hirschlein brauchen sich dann nicht dauernd in den Wald zurückziehen, um Bäume anzuknabbern.“ Sag´ mal, sagt mir das gerade einer, der unerbittlich fordert, dass Wolf und Luchs wieder zurückkommen? Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will das auch. Aber wenn Du dann schon die Jagdzeiten, vulgo also den viel beklagten „Jagddruck“, ein ähnliches Schlagwort übrigens wie „Biodiversität“, wenn Du vor diesem Hintergrund die Jagdzeiten verkürzen willst – ja dann erklär´ mir doch mal, wie Du dann Wolf und Luchs erklären willst, dass sie sich gefälligst an kurze Jagdzeiten zu halten haben? Sollen die in Anstand verhungern, weil`s Naturpapst und Wildnisversteher Michael so will? Und wie willst Du da ahnden, wenn sie, wie abzusehen ist, ungehemmt auch in Setz- und Brutzeiten zuschlagen? Willst Du sie zur Strafe abschießen? Merke: Wo Stein- und Seeadler, der Fuchs, der Dachs jagt, ist immer Jagddruck. Rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag. Und dank Bär, Wolf und Luchs jetzt auch für Großsäuger wie Reh und Hirsch, wenn Du verstehst, was ich damit meine.

    Natürlich, „wir brauchen keine Jagd, nur Wildmanagement“. Das könnt Ihr gut, nicht? Dem Steuerzahler die Millionen aus den Taschen ziehen. Die Manager seid dann natürlich Ihr, mit vollen Bezügen und Pensionsansprüchen, versteht sich. So wie´s in Genf in der Schweiz seit Jahren betrieben wird. Natürlich, die „Wildtiermanager“ jagen nicht. Die töten ihre Tiere mit reiner Liebe, die streicheln sie tot. Und selbst dabei stümpern sie. Fakt ist: Die Bürger da sind seit vielen, vielen Jahren angepisst und gehen mittlerweile auf die Barrikaden. Weil die „Wildhüter“ vor lauter Urlaub und Krankheit ihrem Job nicht nachkommen und die süßen Schweinchen, statt sich selbst zu regulieren, ganze Landschaft und Weinberge kahlfressen.

    „Die Natur regelt sich selbst“. Whow, das setzt jetzt allem die Krone auf. Das sagt jetzt der, der gerade noch Wildtiermanagement gefordert hat. Ich hab´ dazu mal was geschrieben, Ihr ahnungslosen Tröpfe. (http://www.ein-jagdmensch.com/?p=390). Um aber zur Kenntnis solcher Zusammenhänge zu kommen, muss man schon mehr tun als 5 € Monatsbeitrag an den NABU zu zahlen und sich dann überall als „Naturexperte“ vorzustellen. Man muss viele Bücher lesen, dazu in der Lage sein können, die Theorie dann mit der Praxis abzugleichen, seine eigenen Beobachtungen machen, jahrzehntelang. Statt sich hier so ahnungslos- strunzd…….., entschuldige den ein wenig harten Ausdruck, auf dieser Seite zu verbreiten.

    Kurz: Überall ist Tanaland. (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41496567.html) Sollten einige selbsternannten Experten sich öfter mal zu Gemüte führen und dann in sich gehen. Statt hier Fachleute mit ihren bodenlos flachgründigen Weisheiten auf die Eier zu gehen.

    So, wie man gemerkt hat, sind mir jetzt ein bisschen die Pferde durchgegangen. Aber bei manchen Leuten muss man schon mal deutlich werden, um durch den dicken Panzer der Selbstgerechtigkeit durchzukommen. Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass es mehr und mehr Leute in Deutschland gibt, die jeden Tag zu spät zur Arbeit kommen. Weil sie sich vor lauter Verzückung morgens nicht vom Spiegel losreißen können.

    Kirchveischede, 31. März 2015

    Manfred Nolting
    Ein Jagdmensch

  10. michael sagt:

    muahhahahahhahaha

  11. Alexander Stark sagt:

    Manfred Nolting „1“ ; Michael „0“.
    Danke, dieser Schlagabtausch war erhellend und dabei noch amüsant.

  12. Simone sagt:

    Klasse, Manfred Nolting. Weiter so. Ich befasse mich normalerweise überhaupt nicht mit dem Thema Jagd. Auf Ihre Website bin ich durch einen Bericht über diesen grauseligen „Naturpark“ in den Niederlanden gekommen. Alleine Ihre kritische und Augen-offene Art ist sehr beeindruckend! Danke für diese interessante Website.

  13. Lieber Manfred Nolting,

    leider habt Ihr beide Recht – Sie und dieser Michael. Sie sind indes offenkundig in der Lage, Ihre Position jagdfachlich fundiert zu untermauern, was ich nach nur einem Blick meinem angeblichen Kollegen Michael leider nicht zugestehen kann – in berufsbezogener Hinsicht.

    Man mag von dem Text Tanja Busses halten, was man mag – dass Michael ihm zu Recht die journalistische Absolution erteilt, ist hingegen nicht durch eine einzige seiner persönlichen Textbewertungen gedeckt, sondern schlicht durch ein einziges Wort auf der WDR-Site selbst: „Kommentar“.

    Der Kommentar, Ihr Lieben – Michael sollte das eigentlich wissen – ist ein Meinungsformat. Dies darf natürlich nicht beleidigen und verunglimpfen, indes zuspitzen und muss keineswegs ausgewogen sein! Wenn es denn – wie hier eindeutig der Fall – eine entsprechende Kennzeichnung als Kommentar gibt, die man selbst mit einem flüchtigen Blick ohne Lektüre des Textes entdecken kann.

    Presserechtlich ist die Nummer also überhaupt nicht zu beanstanden. Wir haben in einem demokratischen Rechtsstaat gottlob Meinungsfreiheit. Und zu den Schattenseiten dieses Systems gehört eben auch das bürgerliche Grundrecht auf angewandte Dämlichkeit. Kann man gut oder böse finden – muss man aber nicht…

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