Vorhaltemaß

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Vorhaltemaß 

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Vorhaltemaß – ein Rätsel? Keineswegs, und die Ermittlung ist kein Hexenwerk, sondern – theoretisch – ziemlich einfach. Das hilft uns zwar bei der Drückjagd wenig; hier ist Praxis Voraussetzung zum Erfolg. Dennoch kann Theorie sehr hilfreich sein, weil sie uns Relationen begreiflich machen kann. Also ermitteln wir das mal – rechnerisch. Was steht uns da zur Verfügung oder, viel wichtiger, was brauchen wir? Zunächst einmal nur drei Werte, nämlich

  • Geschossgeschwindigkeit (Gg)  
  • Zielentfernung (Ze) 
  • Ziel-(Wild-)geschwindigkeit (Zg) 

Damit sind wir im Besitz der Größen, die uns für die nächsten ca. 50 Zeilen weiterbringen. Nachfolgend erst einmal die notwendigen Definitionen und Erklärungen:

  • Gg: Steht auf jeder Patronenpackung, immer in Meter pro Sekunde (m/s); leider nie die Querschnittsbelastung.
  • Ze: Die Zielentfernung ist ein reiner Praxiswert. Da das flüchtige Schwein nun eben nicht stehen bleibt und wartet, bis wir die Entfernung mit dem Maßband ausgemessen haben, müssen wir schnell und richtig schätzen. Entfernungsschätzen kann und muss geübt werden, das geht überall und problemlos. 1) Wird aber meist nicht. Andere Länder sind da weiter. In Schweden z. B. gehört das Entfernungsschätzen, vor allem wegen der dort üblichen Brackierjagd mit der Flinte auf Rehwild, anhand von elektrisch aufstellbaren Wildattrappen zur Prüfung – und wer sich dreimal verschätzt, darf im nächsten Jahr wiederkommen. Darüber kann man denken, wie man will – aber die (schwedische!) Jagd verlangt nun einmal auch Schrot- Schüsse auf sich bewegende Rehe. Und Kugelschüsse auf laufende Elche. Bei uns sind´s Sauen – Waidgerechtigkeit erfordert Jagd nach bestem Können. 
  • Zg: Wieder ein reiner Praxiswert. Gute Schützen beherrschen es – die einen intuitiv, Naturtalent also, die anderen nach ein wenig Übung. Er ist m. E. der ausschlaggebende Wert für den sauberen Schuss. Man kann es sich vereinfachen, wenn man sich klarmacht, wie schnell unser Ziel in gängigen Maßstäben, z. B. in km/ h, ist. Darunter können wir uns etwas vorstellen, sprich, es ist für den Durchschnittsmenschen meist viel einfacher, Geschwindigkeiten in km/ h als in m/s (Meter pro Sekunde) anzugeben. Habe ich diesen Wert erfasst, ist die Umrechnung in andere Maßeinheiten reine Arithmetik – das hatten wir in der Schule. Und wie wir gleich sehen werden, ist die hinreichend genaue Erfassung dieser Werte für den guten Schuss auf Drückjagdentfernung, also meist 30 – 70 Meter, absolut ausreichend. Viele Jäger aber unterschätzen ihren Zentralrechner im Kopf und trauen sich nicht. Zwar in jedem Fall besser, als am lebenden Stück zu üben, aber keine Angst, der leistet mehr, als viele annehmen. Man muss ihm nur das nötige Rüstzeug geben, erst in der Theorie und dann in der Praxis, d. h., auf dem Schießstand. 

Soweit sind wir, die Definitionen sind klar. Jetzt muss eben gerechnet werden. Kollegen haben gefragt: Wie?  

Keine Angst! Es ist wirklich furchtbar einfach, schließlich sind wir ja nicht bei der theoretischen Physik, und Infinitesimalrechnung ist auch nicht vonnöten. Also eines nach dem anderen.

Stellen wir uns folgende alltägliche Situation vor: Jagd, ich stehe am Stand. Ein Stück Schwarzwild wechselt an, flüchtig, breitseitig vor mir her, das Schussfeld ist frei. Es passt also alles, ich entschließe mich zu schießen. Was läuft jetzt alles ab? Ich weiß Folgendes:

a) die Geschossgeschwindigkeit meiner Munition, sagen wir 700 m/s, ein realistischer Wert bei „dicken“ Sauenkalibern;

b) die Entfernung zum Wild, nehmen wir an, 50 Meter.

Jetzt errechnet sich leicht, wie lange das Geschoss braucht, um ins Ziel zu kommen:

50 m / 700 m/s = 0,071429 Sek.

Ich weiß jetzt, dass das Geschoss nach 0,071429 Sekunden im Ziel ist.

Was ich damit aber längst noch nicht weiß, ist, wo sich mein Ziel nach 0,071429 Sekunden befindet!

Das klingt erstmal harmlos: 0,07 Sekunden, was ist das schon? Geht man den Dingen aber auf den Grund, klappt so mancher Unterkiefer: Nehmen wir an, ein flüchtiges Schwein ist 35 km/h schnell. Dann legt es pro Sekunde sage und schreibe 9,72 Meter zurück, in unseren 0,071429 Sekunden also 0,6944 Meter! Das sind 70 cm! Und (grobe) Sauen erreichen im Spurt, bei Stress zumindest kurzzeitig auch 40 – 45 km/h!

Wir wissen jetzt also, dass sich unser Schwein (35 km/h schnell) in der Zeit, die unser Projektil unter den oben genannten Parametern (Gg 700 m/s, Ze 50 m) unterwegs ist, um knapp 70 cm (genau 69,44 cm) weiterbewegt hat, je nach Größe des Stückes also um eine halbe bis dreiviertel Körperlänge! So erklären sich Keulen- bzw.  Weichschüsse, wenn man „mittendrauf“ oder „Vorschlag“ anhält (Ich war doch so gut drauf! Siehe „Vorhaltemaß II“) ; im günstigsten Fall  (für beide!) schießen wir hinter dem Stück ein Loch in den Wald. Man unterschätzt das massiv, vor allem, wenn man (noch) nicht über die nötige Praxis verfügt.

Ich denke, nach all dem kann jetzt jeder den Rechenvorgang nachvollziehen:

(Zielentfernung m / Geschossgeschwindigkeit m/s) x Zielgeschwindigkeit m/s                                                                      

Das Ergebnis ist unser benötigtes Vorhaltemaß in Metern (m).

Die Rechenschritte im Einzelnen:

Zunächst sollten wir alle Maßeinheiten vereinheitlichen. Da Geschoßgeschwindigkeit und Zielentfernung in m/s bzw. m angegeben sind, muß nur die Ziel-(Wild-)geschwindigkeit (Zg) umgerechnet werden (weil, s.o., km/ h ). Auch das sehr einfach:

(Stundenkilometer x 1000)  geteilt durch  (Stunde in Sekunden) *

oder, vereinfacht und um drei Dezimalstellen gekürzt,

Stundenkilometer (km/h) geteilt durch 3,6      =        Meter/ Sekunde (m/s)

(gilt natürlich umgekehrt genauso: m/s  x  3,6 = km/h)

Klingt einfach, nicht wahr? Aber Vorsicht, der Teufel steckt wie immer im Detail. Diese Zahlen setzen voraus, dass sich das Ziel im rechten Winkel vor uns bewegt und wir es breitseitig beschießen. Das passiert aber eher seltener. Je spitzer aber der Winkel zwischen Schützen und weg- oder anflüchtendem Wild ist, desto mehr verkürzen sich Perspektive – und das Vorhaltemaß. Logisch, nicht? Man könnte nun hergehen und die entsprechende Winkelfunktion in die Formel mit einbauen, ein Laptop mit zur Jagd nehmen………

Spaß beiseite. Aber man sieht, Übung ist das halbe Leben. Man tut sich dabei (auf dem Schießstand!) aber wesentlich leichter, wenn man sich die Vorgänge, Zusammenhänge und Größenordnungen vorher einmal rein rechnerisch klar gemacht haben. Das ist der Zweck dieser kurzen Abhandlung.

Für die ganz Harten: 

Machen wir uns den Spaß und rechnen den Beschießungswinkel mit ein, auch das kein Hexenwerk. Wir beschränken uns dabei auf ein Kreisbogensegment von 0 bis 90° (Viertelkreis), an dessen Basispunkt wir stehen. Die Winkel für anwechselndes Wild sind dabei spiegelbildlich auf wegflüchtendes Wild übertragbar. Oder   umgekehrt. Für einen Mathematiker vielleicht eine Zumutung, aber uns reicht´s; wir wollen ja auch lediglich praktisch anwendbare Werte ermitteln. Zur Erinnerung, es gilt die Grundformel:

( Zielentfernung  / Geschossgeschwindigkeit)   x   Zielgeschwindigkeit.

Jetzt schränken wir mathematisch und formeltechnisch die Realität ein wenig ein, um zu umsetzbaren Ergebnissen bei unterschiedlichen Anwechsel- Winkeln zu kommen. Im Einzelnen:

Wild kann, wie bereits oben beschrieben, im exakt rechten Winkel vor uns herziehen oder flüchten. Es befindet sich dann im Winkel von 90°, das heißt, das Stück zeigt uns die „volle Breitseite“. In diesem Fall reicht die oben erstellte Formel. Das ist, wie gesagt, eher selten der Fall. Nehmen wir an, es befindet sich, gleiche Bewegungsrichtung vorausgesetzt, von uns aus gesehen bereits im Winkel von 45°, d. h., es hat die „Breitseitposition“ verlassen und wir schießen hinterher. Oder es wechselt uns an und wir schießen ihm entgegen (s. Grafik).

Dann gilt, wobei wir wie folgt logisch einschränken müssen: Fluchtwinkel ist größer 0 und kleiner/gleich 90°

((Zielentfernung / Geschoßgeschwindigkeit) x Zielgeschwindigkeit) geteilt durch (90°/ Fluchtwinkel Fw°).

Machen wir jetzt einfach mal nur zwei Berechnungen und vergleichen die Ergebnisse:

Ein Überläufer wechselt in 50 Meter Entfernung breitseitig (90°) vorbei, wir schießen die 9,3 x 62 mit dem 19 g – TUG Geschoss, Gg = 700 ms. Das Stück ist ca. 35 km/h (9,72 m/s) schnell. Also gilt:

((50 m / 700 m/s)  x  9,72 m/s)  geteilt durch  (90° / 90°)  =  0,694 m

Wir müssen auf diese Entfernung und mit diesem Geschoss also ca. 70 cm, bei einem schwachen Überläufer also mehr als eine halbe Köperlänge vor Zielpunkt (Blatt) anhalten! Messen Sie das mal bei einem toten Stück nach.

Ändern wir jetzt einfach nur die Entfernung um 20 Meter auf 70 Meter. Dann ergibt sich

((70 m / 700 m/s)  x  9,72 m/s ) geteilt durch (90° / 90°)  =  0,972 m. 

Hier müssen wir also schon einen knappen Meter! vorhalten.

Rechnen Sie sich einfach mal aus, wie das mit einem Flintenlaufgeschoss aussieht bei ca. 450 m/s Geschossgeschwindigkeit. Hier werden die Unwägbarkeiten einfach zu groß, und das ist der Grund dafür, dass der Einsatz des FLG meiner Meinung nach auf max. 35 Meter beschränkt bleiben sollte.

Entsprechend verkürzt sich das Vorhaltemaß, wenn wir einem Stück im Anwechsel- Modus entgegen- bzw. während des Wegflüchtens hinterherschießen. Nehmen wir an, der Winkel hat sich für uns von 90°(Breitstellung) auf 45° verkürzt. Dann gilt

((70 m / 700 m/s) x 9,72 m/s)  geteilt durch  (90° / 45°)  =  0,488 m.   

D. h., hier müssen wir nur noch die Hälfte, nämlich ca. 50 cm (genau 48,75 cm) vorhalten. Allerdings müssen wir bei einem solchen Schuss dafür präziser abkommen, weil sich durch die Winkelverkürzung der Trefferbereich für uns perspektivisch verkleinert. In jedem Fall müssen wir uns in der Anatomie des Wildes auskennen, um wirklich gute Kammertreffer mit Herz- und Lungenschüssen aus diesen Winkeln zu setzen.

Man sieht aber, Mathematik kann spannend sein, vor allem nützlich. Auch bei der Jagd. Übrigens: Das oben ermittelte Vorhaltemaß ist als absolute Größe gültig für jedes Zielobjekt, egal ob 0,70 oder 1,25 m lang! Das macht die Sache in der Praxis ein wenig schwieriger, und zwar bei den kleineren Stücken, weil unser „Zentralrechner“ dazu neigt, diese Größe in Relation zur Körperlänge des Ziels zu setzen. Im Klartext: Bei kleinen Sauen besteht die Tendenz, zu wenig vorzuhalten!

Nochmals: Es nützt uns gar nichts, wenn wir bei der Jagd das Rechnen anfangen wollen. Die vorliegende Ausführung dient ausschließlich dazu, die Dimensionen und Zusammenhänge einmal transparent zu machen. Wenn wir aber auf der Grundlage zu üben beginnen, kommen wir viel schneller zu jagdtauglicher Schießfertigkeit, als wenn wir die ersten 100, 150 frustrierenden Schüsse am laufenden Keiler vorbeijagen. Und viel preiswerter ist es dazu, nicht jeder ist Wiederlader.

Wer ein wenig selbst rechnen möchte: Es gilt immer: Winkel größer 0 und kleiner / gleich 90°; wenn Sie hier 0 oder keinen Wert eingeben, streikt der Rechner (Division durch null!). Wenn Sie neu eingeben wollen, einfach den Zurück- Button benutzen. Viel Spaß!

Zum Schluß einige Zahlen zum Tempo unseres Wildes (s. auch Erklärung unten):

                                                                           km/h                m/s

grobe Sau, hoch flüchtig                                     45                  12,50

grobe Sau, eiliger Troll                                       25                    6,94

Überläufer, hochflüchtig                                      40                  11,11

Überläufer, eiliger Troll                                       20                    5,56

Rotwild, hochflüchtig                                           45                  12,50

Rotwild, Troll                                                       25                    6,94

Damwild, hochflüchtig                                         45                  12,50

Damwild, Troll                                                     25                    6,94

Muffel, hochflüchtig                                             40                  11,11

Muffel, Troll                                                          20                    5,56

Rehwild, hochflüchtig (beschießen wir nicht!)    45                  12,50

Elchwild, hochflüchtig (selten)                            50                  13,89

Elchwild, Troll                                                      40                  11,11

Diese Tempo – Angaben erheben nicht alle Anspruch auf unumstößliche Wahrheit, einige Zahlen sind von mir geschätzt. Für Korrekturen von berufener Seite bin ich dankbar. Leider gibt es in der einschlägigen Literatur nur wenige Angaben dazu, zumindest habe ich keine gefunden. Sollte man einmal anstoßen.

 

Kirchveischede, 12. August  2010

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Manfred Nolting

Ein Jagdmensch

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* 60 Minuten x 60 Sekunden = 3.600

1) Eine furchtbar einfache Methode ist die: Wenn Sie unterwegs sind, Spaziergang reicht, peilen Sie einfach verschiedene Landmarken, Bäume, Sträucher an, an denen Sie gleich vorbeikommen werden. Dann schätzen Sie, wie weit die wohl entfernt sein könnten. Anschließend zählen Sie einfach die Schritte. Sie werden erschüttert sein, wie erbärmlich schlecht die ersten Ergebnisse sind. Und sich wundern, wie schnell die sich verbessern. Um das Ganze dann perfekt zu machen, testen Sie das auch bergab und bergauf. Da gibt´s nämlich auch Verzerrungen in unserem Zentralrechner, auch die sind mit simpler Übung leicht zu korrigieren. Man hat nicht immer, vor allem dann meist nicht, wenn´s drauf ankommt, den Laser- Messer dabei. 

 

P.S.: Nach vielfachen Anfragen hier der Hinweis, dass es vielleicht Sinn macht, meine Ergänzung zu diesem Beitrag vom 15.12.2015 (Vorhaltemaß II) zu lesen. Ich erhalte viele Anfragen zum horizontalen Bewegungsimpuls des Geschosses, die werden da beantwortet. Danke übrigens für Ihr Interesse!!




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5 Kommentare zu Vorhaltemaß

  1. Hemmert Christian sagt:

    Hallo Herr Nolting,

    guter Artikel, klingt alles logisch und nachvollziehbar.

    Doch jetzt meine Frage.
    Was ist, wenn der Schütze mit seinem Absehen auf der Sau mitfährt? Dann ist ja die Mündung in Bewegung und das Geschoss müsste doch eigtl. gleichzeitig eine leichte Seitwärtsbewegung haben, oder? Muss dann überhaupt vorgehalten werden, wenn der Schütze seine Seitwärtsbewegung im Schuss nicht unterbricht?

    Es wäre nett, wenn Sie mir diese Frage beantworten könnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    C. Hemmert

  2. Manfred Nolting sagt:

    Hallo, Herr Hemmert.

    Vielleicht macht es Sinn, dass Sie zunächst meinen Beitrag „Vorhaltemaß II“ (http://www.ein-jagdmensch.com/vorhaltemass-ii/) lesen, ich glaube, das beantwortet Ihre Fragen schon. Den Beitrag habe ich erst vor ein paar Wochen eingestellt, nachdem genau Ihre Fragen auch von vielen anderen immer wieder gestellt wurden, übrigens vor allem von von guten Schützen!! Aber Physik ist ein vertracktes Ding und leitet uns oft auf Nebenwege, wenn wir Theorie und Praxis übereinstimmen lassen wollen. Sollten noch Fragen sein, kurz melden!

    WH,
    M. Nolting
    Ein Jagdmensch

  3. Ralf Potthoff sagt:

    Sehr geehrter Herr Nolting,

    herzlichen Dank für den Artikel. Was mir noch nicht so einleuchten will ist die Passage mit dem Fluchtwinkel. Unter der Annahme, dass sich das Stück parallel bewegt, ist die Entfernung zum Stück bei 45 Grad höher als bei 90 Grad. Insofern müßte auch das Vorhaltemaß höher sein.
    Ich wäre Ihnen für eine Erläuterung dankbar.

    Mit einem herzlichen Waidmannsheil

    Ralf Potthoff

  4. Manfred Nolting sagt:

    Hallo, Herr Potthoff. Ja, genau genommen stimmt das natürlich. Aber ich habe das mal durchgerechnet, die Abweichung bzw. das weitere Vorhalten fällt da nicht ins Gewicht, die Winkelverkürzung ist da die wesentlich wirksamere Größe. Weniger beim Anwechseln, denn da kommt ja meist die Breitseit- Phase noch, vor allem aber bei der Flucht ist das Entfernungs- bzw. Zeit“fenster“ für einen wirklich noch verantwortbaren Schuss relativ klein. Ich habe also, um das Ganze auch für den Nicht- Mathematiker und Nichtballistiker handhabbar zu halten, das Ganze ein wenig „eingedampft“.

    FG + Weidmannsheil,

    Manfred Nolting

  5. Waidmannsheil Herr Nolting,

    mit Interesse habe ich auf Ihre Ausführungen gelesen. Das Thema Vorhalten hat mich auch beschäftigt und habe inzwischen einen auf der Waffe mitzuführenden Kleincomputer 6. Generation, dieser ist tatsächlich halbleiterfrei, entwickelt, damit das Thema Vorhalten leichter bewältigt werden kann. Der „Kleincomputer“ ist natürlich ein Scherz, es handelt sich vielmehr um eine Visierhilfe. Aber es ist auch etwas wahres an der Bezeichnung „Computer“ dran, denn Munition und Entfernung werden in der Visiergrundeinstellung schon berücksichtigt, bzw. brauchen der Schütze nicht mehr wissen.

    Bitte besuchen Sie doch meine Website erreichbar über http://www.flintenflüchtigvisier.de

    und schauen sich die Ausführungen zu dem Dreipunktschießkonzept einmal an. Auch eine Seite zu FAQ stelle ich dort bereit.

    Sehr gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen dazu zur Verfügung. Wenn Sie, wie inzwischen eine große Gruppe meiner Kunden, dieses Konzept für sinnvoll halten, würde ich mich freuen, wenn Sie uns auf Ihrer Page verlinken wollen.

    Ich verbleibe mit Waidmannsheil und freundlichen Grüßen

    Christian Volquardts

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